Zweierlei Maß

Wie verkommen und verlogen der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist, kann man neben vielen anderen Details auch daran ersehen, wie er mit vergleichbaren Ereignissen umgeht. Man müßte meinen, daß ähnliche Situationen wie z.B. der Angriff auf einen Politiker auch ähnlich behandelt werden.

Man vergleiche nur die Hysterie um den homöopathischen Küchenmesser-Angriff auf den Bürgermeister von Altena mit den jüngsten Reaktionen auf die massive Gewaltattacke durch die Antifa auf einen Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten.

Im ersten Fall gab es Sondersendungen und es wurde von einer schweren Verletzung durch ein Messer schwadroniert, während der Bürgermeister bereits am Tatabend Interviews gab und recht unversehrt dreinblickte. Ein kleines Pflaster genügte.

Sogleich wurde paranoid gemutmaßt, daß der Bürgermeister doch bestimmt wegen seiner Planübererfüllung in Sachen Flüchtlingsaufnahme angegriffen worden sei. Hinterher stellte sich heraus, daß dem Angreifer das Wasser abgestellt wurde und ihn spontan die Wut überkam, als er den Bürgermeister erspähte, der auch Mitglied im Aufsichtsrat der örtlichen Wasserwerke ist.

Also nicht das gewünschte Bild, mit dem man so schön ein Nazi-Narrativ hätte spinnen und sich noch mal selbst versichern können, wie gut und richtig Merkels Asylpolitik ist und daß man selbst auf der Seite des Fortschritts steht. Aber egal, wenigstens eine Weile konnte man auf dieser Welle surfen. Steckt nicht ein bißchen Relotius in uns allen?

Völlig anders nun die Reaktion auf den brutalen Angriff auf Frank Magnitz, den Bremer Bundestagsabgeordneten der AfD. Keine Sondersendungen. Nur eine kleine Randmeldung. Keine lawinenartige Bestürzung allerorten und Verdammung des naheliegenden Tätermilieus. Stattdessen stellt man den Tathergang zwanghaft infrage, auch die mehr als offensichtliche Täterschaft im linksextremen Milieu.

Nachdem ich den zugerichteten AfD-Mann auf einem Foto gesehen hatte, erschien mir die Darstellung einer Attacke mit einem „Kantholz“ als plausibel. Die Polizei dementierte dies später. Ich persönlich dachte mir, daß es noch viel zu früh ist, die Details des Tathergangs in Stein zu meißeln. Es ist wohl auch unwichtig, ob es nun ein Kantholz oder ein anderer massiver Gegenstand war. Deshalb finde ich auch folgenden Tweet des NDR-Satire-Magazins „Extra3″ unangebracht. Die mitabgebildete Antwort darunter ist übrigens jene mit der bei weitem größten positiven Resonanz, was wohl nur auf das Wirken russischer Hackerinnen und Hacker zurückzuführen sein kann:

 

 

Diese NDR-Satire würde mich gar nicht stören, wenn man das Gefühl hätte, daß unsere Zwangs-Medien in die entgegengesetzte politische Richtung mit gleicher Schärfe feuern würden – was selbstredend nicht der Fall ist.

In der gleichen Weise wie oben hätte man sich auch über den Bürgermeister von Altena, sein Pflaster-Desaster und die hyperventilierenden Medien hermachen können.

Ein richtiger Brüller ist die triumphal-apodiktische Meldung auf „Spiegel Online“ und anderen Medien, daß einzelne Punkte der Tatbeschreibung durch die AfD bereits „widerlegt“ seien. Dieselben Leute schreiben aber wochenlang von sogenannten „Hetzjagden“ in Chemnitz, obwohl bereits das Video-Material

1. keine Hetzjagd zeigt
2. der Urheber des Videos höchst dubios ist und
3. von Staatsanwaltschaft über Ministerpräsident bis hin zu Polizei alle maßgeblichen Stellen eine „Hetzjagd“ dementieren.

Man kann jedenfalls immer wieder wunderbar studieren, mit was für unterschiedlichen Maßstäben die sogenannten Qualitätsmedien arbeiten – oder besser: Was für unglaubliche intellektuelle Weicheier viele Journalisten und sogenannte Satiriker sind. Im Fernsehen oder den Cartoons der Zeitungen ist praktisch zu 100 Prozent nur „linke Satire“ vorfindbar. Man denke z.B. auch an die „HeuteShow“. Für „rechte Satire“, also für die Parodie von linker Verlogenheit, von Gutmenschentum, von all den typischen Doppelstandards des linken Lügenmilieus, bräuchte es Eier.

Und die haben heutige Journalisten nicht mehr – wenn sie denn je welche hatten. In den Redaktionen arbeiten linke Eunuchen, die völlig unfähig sind, die Kulisse des Guten auch nur als solche zu erkennen geschweige denn sie zu hinterfragen.

Hans-Christian Andersen hätte seine Freude an diesen Zuständen. Claas Relotius würde sich gut in der Rolle des nackten Kaisers machen, dessen Storys ob ihrer Merkel-Kompatibilität und ihres Gutmenschen-Aromas geradezu herbeigesehnt werden.

Auf Publico ist ein interessanter Artikel zum Fall Magnitz zu lesen, der auch noch mal auf den Umstand zu sprechen kommt, wie emphatisch und stramm viele Medien an den Lippen der Staatsanwaltschaft hingen, die die AfD-Dartellung des Überfalls auf Magnitz zurückwies.

Das hätte man sich auch im Falle der angeblichen „Hetzjagden“ von Chemnitz gewünscht.

Daß der „Hetzjagd“ eine derbe Provokation und Aggression von Schutzsuchenden vorausging und daß auch das Videomaterial und die Menschenkenntnis das nahelegten, ist ein anderes Thema.

Und daß der Lügenbaron vom „Spiegel“ Claas Relotius eigentlich in jedem Qualitätsjournalisten steckt, ist auch noch mal ein anderes Thema.

Claas Relotius gebührt das Verdienst, daß er den Geisteszustand des normalen Journalisten in einer besonders grellen und drastischen Weise vorgeführt hat.

Er sollte einen Preis bekommen.

 

 

PS: Haben sich die Satire-Magazine der Öffentlich-Rechtlichen wirklich nicht über den Messer-Hypochonder von Altena und seine unkritischen medialen Claqueure lustig gemacht, wie ich es in meinem Artikel frech behaupte? Über die wohlfeile Hysterie in der Refugee-Republik? Ich weiß es nicht. Ich habe es nicht überprüft. Ich lehne mich ganz bewußt damit aus dem Fenster.

Ich kann mir aber wohl ziemlich sicher sein, daß sie es nicht getan haben. Denn dies würde einem Bruch im Raum-Zeit-Kontinuum gleichkommen, und nicht wenige Verantwortliche in den Sendeanstalten wären wohl zu Salzsäulen erstarrt bei solch einem Humor. Stefan Kretzschmar läßt grüßen.

Das Universum existiert noch. Die Öffentlich-Rechtlichen liefern also das ab, was ihre Geldgeber sich wünschen: gesellschaftskonforme Satire entlang des linken Mainstreams.

 

Männer, die sich „in ihrer Männlichkeit irgendwie“ benachteiligt fühlen

 

 

Habe gerade einen interessanten Tweet von „Spiegel Online“ anläßlich der Veröffentlichung von privaten Daten von Politikern und Prominenten erspäht. Die Social-Media-Chefin des Online-Bruders vom „Spiegel“ heißt Eva Horn und ist eine verpeilte Feministin, die brav sämtliche Lügen dieser Ideologie repetiert, wie man auch an subtilen Details des obigen Tweets studieren kann.

Sprachliche Kompetenz läßt der Tweet ebenfalls missen, da der Relativsatz sich besser auf die „jungen Männer“ statt auf die „Subkultur“ bezogen hätte und im Plural geschrieben worden wäre.

Vielsagende Momentaufnahme des Lügenpresse-Milieus: Der bekennende Feminist und Freund der sogenannten „geschlechtergerechten Sprache“ Sascha Lobo liket diesen Tweet, und die Diktion ist entlarvend. Der Tweet wäre akzeptabel, wenn man auf das höhnisch-spöttische „irgendwie“ verzichtet hätte, mit dem man die Diskriminierungserfahrungen der erwähnten jungen Männer ins Lächerliche zieht. Und wenn man die Anführungszeichen bei den Linken weggelassen hätte. Denn es geht ja tatsächlich um Linke.

Dann wäre das eine neutrale, nicht wertende Meldung, die mir das gute Gefühl gegeben hätte, daß man im „Spiegel“ und bei „Spiegel Online“ nicht jeden Scheiß dieser Welt mit der feministischen Besserwisserei aufladen muß und wenigstens über ein Mindestmaß an Souveränität verfügt, wenn es um Weltbilder jenseits des linken politischen Autismus geht.

Solch ein Tweet hat ja nicht über die Berechtigung von Diskriminierungsempfindungen zu befinden. Auch nicht durch die sprachliche Hintertür wie in diesem Fall. „Spiegel Online“ ist schließlich keine Schülerzeitung, und das penetrant vorgetragene Postulat des „Qualitätsjournalismus“ will ja auch mit Leben gefüllt werden.

Das feministisch kontaminierte Hirn des normalen Journalisten ist allerdings völlig überfordert, wenn Männer über ihre subjektiv empfundenen Benachteiligungen sprechen und die ausgetretenen Pfade des Geschlechterdiskurses infrage stellen. Entlarvend ist auch die sperrige, weltfremde Formulierung:

„die sich in ihrer Männlichkeit irgendwie benachteiligt fühlt“

Fühlen sich manche Aspirantinnen auf Vorstandsposten in der Wirtschaft „in ihrer Weiblichkeit“ benachteiligt? Würde das jemand so schreiben, wenn er die Protagonisten neutral darstellen wollte? Oder ist auch dieses Detail Ausdruck eines abgehobenen Spotts?

Eva Horn ist eine geistesschlanke und verblendete Tussi und aller Wahrscheinlichkeit nach verantwortlich für diesen Tweet. Immerhin ist es doch interessant, was Sprachkritik aus solch einem kurzen Text herausholen kann. Oder anders gesagt: wie wenig sich feministisch verpeilte Lügenpresse-Journalisten selbst bei solchen Mini-Botschaften am Riemen reißen können.

Selbst hier quillt das feministische Gift zwischen den Zeilen hervor.

Und der gemeine Journalist feiert sich in seiner selbst empfundenen Progressivität.

Die Welt aus Lügenpresse-Sicht

Florian Schroeder arbeitet als Moderator und Kolumnist für zahlreiche ARD-Hörfunkanstalten und fühlte sich jüngst bemüßigt, zur Causa Bauhaus Stellung zu nehmen:

 

florian-schroeder-feine-sahne-fischfilet-bauhaus-twitter

 

CDU und AfD hatten moniert, daß das Bauhaus eine linksradikale, vormals vom Verfassungsschutz beobachtete Band bei sich auftreten läßt, welche durch gewaltverherrlichende, entwürdigende Texte sowie durch eine hochgradig peinliche und infantile Ästhetik hervorsticht.

Solche extrem widerwärtigen Personen sollten eigentlich überall geächtet werden, wo man auf Qualität und Kultur wertlegt. Ich würde jedenfalls schreiend davon rennen im Angesicht solcher „Künstler“. Die Entscheidung des Bauhauses ist nicht nur aus ästhetischen Motiven sinnvoll, sondern auch aus staatspolitischen und historischen.

Denn der durch die Band Feine Sahne Fischfilet vertretene Linksextremismus war einer der Sargnägel der Weimarer Republik. Nimmt man sich nur den Extremismus als solchen zur Brust, so landet man ganz schnell bei der unmittelbaren Geschichte des Bauhauses, welches von den Nazis geschmäht und verboten wurde. Diverse Vertreter dieser Architekturrichtung emigrierten in sichere Gefilde außerhalb des Dritten Reichs.

Die Entscheidung des Bauhauses Dessau ist also mehr als nachvollziehbar. Erst recht wenn man den staatlichen Linksextremismus des Ostblocks, also den Kommunismus betrachtet. Auch hier führte der politische Extremismus zum Ende von Kunst- und Wissenschaftsfreiheit.

Man fragt sich echt, was solch eine kunstfreie Hottentotten-Band wie „Feine Sahne Fischfilet“ in solch einer ehrwürdigen Institution wie dem Bauhaus Dessau zu suchen hat – und warum ein zwangsfinanzierter Sender wie das ZDF diese Band für eine Konzertreihe einlud.

Man muß kein Spießer oder Volksmusik-Fan sein, um hier die Nase zu rümpfen.

Nach der Entscheidung des Bauhauses gegen den Auftritt setzte ein regelrechter Medien-Tsunami ein. Wie kann man nur solch tolle „Kämpfer gegen rechts“ wie diese Band einfach ausladen? Heute müssen wir doch auch gegen „Nazis“ kämpfen. Und das Bauhaus müsse doch ganz sensibel sein angesichts seiner eigenen Geschichte.

Die üblichen Reflexe. Wie man es von der Lügenpresse erwartet. Geistiger Herdentrieb. Medialer Gruppenzwang. Ideologischer Stellungskrieg.

Ich mußte nun schmunzeln, als ich obigen Tweet las, denn nach dem antifaschistisch-gutmenschlichen Medien-Tsunami gegen das Bauhaus entschied es sich nun doch schlußendlich, die Band bei sich auftreten lassen zu dürfen.

So verschieden kann die Wahrnehmung sein. Mir kommt es nun so vor, als hätte die Lügenpresse dem Bauhaus das Programm diktiert – mit der geballten Ladung pseudomoralischer Empörungsrituale. Interessant, was für ein Weltbild bei den Journalisten vorherrscht, die für die ARD arbeiten.

Wieso nur setzt die Lügenpresse ihren Empörungseifer nicht in ähnlichen Fällen ein, wo es um weitaus harmlosere Gruppierungen wie die Band „Freiwild“ geht? Wo waren das Engagement und die Zivilcourage des Qualitätsjournalismus als die Südtiroler Band 2013 von der „Echo“-Verleihung ausgeladen wurde? Warum entdecken Journalisten ihre moralischen Ambitionen immer erst dann, wenn es die Meinungs- und Kunstfreiheit „linker“ Gruppierungen zu verteidigen gilt? Wenn man gegen die Kulisse eines vermeintlichen Rechtspopulismus kämpfen kann?

Die Antwort weiß nur der Wind.

Realsatire auf „Spiegel Online“

 

 
Die Spontanproteste nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz durch sogenannte Schutzsuchende sind zwar schon eine Weile her, den obigen famosen Twitter-Post von „Spiegel Online“ kann man aber ruhig trotzdem noch mal prominent platzieren.

Hatten die Herren Journalisten keine passenden Bilder des „Aufmarsches“ zur Verfügung? Auch im verlinkten Artikel sind keine Bilder von „Aufmärschen“ zu bewundern. Ziemlich tolpatschig diese Bildauswahl, bedient sie doch ungewollt genau die Sicht auf die „Lügenpresse“, der man eigentlich entgegentreten möchte. Die Überschrift lautet „Rechte marschieren in Chemnitz auf“. Richtiger wäre wohl gewesen: „Ganz normale Bürger demonstrieren in Chemnitz“, wobei sich auch Rechtsradikale dazugesellt hatten.

Vielleicht hat man ja ganz bewußt ein neutrales Bild vom Stadtfest gewählt, weil die authentischen Bilder von der Demonstration viel zu harmlos für eine ordentliche Dämonisierung nach Lügenpresse-Art waren. Man wundert sich zudem, warum man bei Pro-Refugee- oder anderen linken Demos nie Überschriften liest wie: „Linke marschieren in verschiedenen Städten auf“.

Das Wort „Aufmarsch“ trägt zusätzlich zur Entmenschlichung und Dämonisierung normaler Demonstranten bei. Im Artikel hat „Spiegel Online“ dann noch diesen fragwürdigen Tweet der „Amadeu-Antonio-Stiftung“ untergebracht:

 

 

Das ist quasi noch mehr Realsatire als der erste Tweet. Und „Spiegel Online“ macht sich ohne Bedenken die Nazi-Hypochondrie dieser Stiftung zu eigen. Ist schließlich Qualitätsjournalismus. In diesem Tweet gibt es gar keine normalen Menschen mehr, sondern nur noch Rechtsradikale. Und es wird recht sparsam vom „Tod eines Mannes“ gesprochen. Bloß nicht zu direkt werden. Man will ja keine falschen Narrative bedienen.

Merkwürdig kommt einem auch dieses Statement aus dem Artikel vor:

„Wenn ich sehe, was sich in den Stunden am Sonntag hier entwickelt hat, dann bin ich entsetzt“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) dem MDR.

Ist schon schlimm diese tödliche Gewalt durch „Flüchtlinge“. Die Oberbürgermeisterin einer ehemaligen Arbeiterpartei mit großer Protestvergangenheit ist allerdings entsetzt über eine Protestkundgebung der einfachen, bildungsfernen Schichten gegen diese tödliche Asylantengewalt.

Mittlerweile hat sich die ganze Sache zu einer regelrechten Staatsaffäre ausgeweitet: Politiker erfinden munter „Hetzjagden“, die es nie gegeben hat. Medien wie die „Tagesschau“ nutzen manipulierte Bilder für ihre Berichterstattung. Und der Bundespräsident unterstützt ein Selbstvergewisserungs-Happening mit musikalischer Untermalung von linksextremen Musikern, die politisch erwünschte „Hate Speech“ in ihren Liedern zum Besten geben.

Ganz wichtig finden diese „Kämpfer gegen rechts“, daß sie „mehr“ sind und verwenden daher den Hashtag #wirsindmehr auf Twitter. Dabei ist es eigentlich ein Naturgesetz, daß Andersdenkende und Regimekritiker in totalitären Staaten deutlich in der Minderzahl sind.

Es wird wohl noch lange dauern, bis Deutschland erwachsen wird und die Gutmenschen dieses Landes nicht jeden Furz der Gegenwart als Vorspiel zu einer neuen Nazi-Diktatur interpretieren.

Deutschlands Nazi-Vergangenheit ist heute nur noch eine Wichsvorlage für Gewissensonanisten, die ganz fest daran glauben, daß die AfD eine „Nazi“-Partei sei. Über den gemeinen Ossi reden sie so, wie sie es sich nie zu getrauen wagten, wenn es um Muslime und deren echte Demokratiedefizite geht.

 

Passend zum Thema kann man ja hier auch noch gleich das neue Titelblatt vom „Spiegel“ abhandeln:

 

 

Würde es sich um die Grünen handeln, würde man verzückt „Die neue Volkspartei“ titeln. Ist so auch schon vorgekommen – obwohl die Grünen nie 12,6 Prozent im Bund erreichten. Da der „Spiegel“ aber von linksgrünversifften Journalisten dominiert wird, nimmt man Anklänge an ein berühmtes Zitat von Adolf Hitler und verunglimpft die AfD. Genau deshalb ist die AfD so erfolgreich. Weil der „Spiegel“, andere Medien und viele Politiker die sachliche Auseinandersetzung scheuen und stattdessen mit „Nazi“-Diffamierungen arbeiten.

Es wäre für mich das achte Weltwunder, wenn der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe tatsächlich das halten würde, was er auf dem Titelblatt verspricht. Denn die AfD ist hauptsächlich aufgrund der Verleugnungszustände der politischen Korrektheit so erfolgreich, aufgrund der vielen Doppelstandards und des grassierenden Gutmenschentums in Medien und Politik. Das ist der banale Grund für die Wahlerfolge und hohen Umfragewerte der AfD.

Der „Spiegel“ kann solch eine Antwort also gar nicht geben. Denn diese würde das eigene Blatt überfordern, das ja nur so vor Doppelstandards und Weichei-Journalismus strotzt. Dem „Spiegel“ und seiner Redaktion fehlen schlicht die geistigen Voraussetzungen für eine angemessene Antwort auf die Frage des Titelbildes.

Die Narrative der politischen Korrektheit haben bekanntlich eine dankbare Heimstatt im „Spiegel gefunden. Man wird in dieser Titelgeschichte also niemals Aussagen finden, daß die AfD in wichtigen Punkten legitime Politik betreibe und Lücken der etablierten Parteien schließe.

Das wäre in der Tat ein Weltwunder und ist angesichts des journalistischen Personals schlicht unmöglich.

 

PS: Hier noch die besten Antworten der Twitter-Nutzer auf die Realsatire von „Spiegel Online“.

Ein bißchen Lügenpresse bei „Taz“ und „Huffington Post“

Vor ein paar Wochen klaute ich mir mal wieder eine Ausgabe der „Taz“ in meiner Bezirksbibliothek. Ich klaue allerdings nur mit sozialer Sensibilität und gutem Gewissen. Zum einen, weil ich solch einem Blatt wie der „Taz“ nicht auch noch Geld hinterherwerfen will, und zum anderen, weil ich mir immer nur die allerletzte Ausgabe im Stapel stibitze.

Es handelt sich also immer um eine bereits veraltete Ausgabe, die am nächsten Tag sowieso im Müll landen würde. Ökologisch korrekt ist mein Diebstahl also außerdem noch. Fast könnte ich mich jetzt als ruhmreichen Gutmenschen feiern, wenn da nicht gleich ein zynischer Verriß eines Artikels aus ebenjener „Taz“ käme, die ich entwendet hatte.

Micha Brumlik ist ein hinterhältiger und verschlagener Kolumnist bei der „Taz“ und schrieb in der Ausgabe vom 12. Juni einen rührseligen, gedankenschweren und sowieso total besorgten Artikel über Deutschland und seine Vergangenheitsbewältigung. Anlaß war die Bekanntgabe der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an die Vergangenheitsbewältiger Jan und Aleida Assmann.

Micha Brumliks Text fängt so an:

Vergabe des Friedenspreises

Ein unübersehbares Zeichen

Der Deutsche Buchhandel ehrt das Ehepaar Aleida und Jan Assmann für sein Lebenswerk. Diese Entscheidung ist ein Statement gegen das Vergessen.

Das falsche Pathos in der Überschrift zeigt schon an, worauf der „Taz“-Artikel hinausläuft und daß Brumlik zu den vielen AfD-Hypochondern in der Qualitätspresse zählt. So nach dem Motto: Jetzt noch mal diese Sache mit den Nazis, den Juden und den Gaskammern instrumentalisieren, damit auch jeder versteht, daß die AfD-Leute ja auch irgendwie „Nazis“ sind und ganz schlimme Schurken.

Der Text endet mit diesem Absatz:

In einer Zeit, in der eine rechtsextreme Partei, die AfD, dazu auffordert, auf die Verdienste von Angehörigen einer der größten Mordmaschinen der Geschichte, der Wehrmacht, stolz zu sein, und in der ihr Vorsitzender das bisher größte Menschheitsverbrechen, die nationalsozialistischen Morde zum „Vogelschiss“ erklärt, setzt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit dieser Preisverleihung ein unübersehbares Zeichen für eine Kultur der Trauer, der Erinnerung und somit der künftigen politischen Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland.

Natürlich ist die AfD keine rechtsextreme Partei. Und natürlich fordert sie nicht dazu auf, stolz zu sein auf die Leistungen von Wehrmacht und Reichswehr. Noch nicht einmal Alexander Gauland fordert dies. Die Sache sah vielmehr so aus:

Wenn Franzosen und Briten stolz auf ihren Kaiser oder den Kriegspremier Winston Churchill seien, „haben wir das Recht, stolz zu sein auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“, sagte der 76-Jährige.

Alexander Gauland fordert also niemanden auf, stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten zu sein, sondern bestand lediglich auf dem Recht dazu. Ich schreibe dies hier vorsichtshalber noch einmal explizit für die Legastheniker der Qualitätsmedien. Man weiß ja nie.

Warum lügt Micha Brumlik hier also derartig dreist?

Kleiner Tip an die Presse: Der Leser hat ein feines Gespür für den Belastungseifer, mit dem über die AfD geschrieben wird. Und er kann diese Paranoia tagtäglich nahezu überall studieren.

Micha Brumlik schreibt in der obigen Passage pathetisch:

…und in der ihr Vorsitzender das bisher größte Menschheitsverbrechen, die nationalsozialistischen Morde zum „Vogelschiss“ erklärt…

Das größte Menschheitsverbrechen, das je von Deutschen verübt wurde, ist bekanntlich „Modern Talking“. Die deutsche Geschichte endet nicht im Jahre 1945, Herr Brumlik. Des weiteren meine ich, daß im Auftrage Stalins oder Maos wesentlich mehr Menschen den Tod fanden als im Holocaust.

Aber wir wollen hier nicht kleinlich sein. Interessant ist, daß Micha Brumlik auch in dieser Passage ordentlich herumkleistert und verfälscht, denn Alexander Gauland sprach auf dem Parteitag der Jungen Alternative davon, daß nicht der Holocaust, sondern Hitler und die Nazis ein Vogelschiß seien gemessen an den gut 1000 Jahren „erfolgreicher deutscher Geschichte“. Später relativierte und garnierte Gauland seine Äußerungen noch, um dem von Qualitätsjournalisten insinuierten Eindruck entgegenzuwirken, er wolle die Nazizeit oder den Holocaust verharmlosen.

Auch hier verdreht und dichtet Brumlik also im Sinne seiner Ideologie. Immer schön das brutalstmögliche Bild von der AfD zeichnen. Es ist eben ein deutlicher Unterschied, ob man den Holocaust als Vogelschiß bezeichnet oder Hitler und die Nazis.

Brumlik selbst ist Jude, von 2000 bis 2005 leitete er das Fritz-Bauer-Institut, ein „Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust“. Heute arbeitet er am Zentrum Jüdische Studien. Diesen biografischen Hintergrund sollte man kennen, um Brumliks Nazi- und AfD-Hypochondrie zu verstehen.

Die AfD soll eine rechtsextreme Partei sein? Hält eine „rechtsextreme“ Partei Schweigeminuten für eine ermordete Jüdin ab? Wollen Mitglieder einer „rechtsextremen“ Partei in Buchenwald des Holocaust gedenken?

Noch ein Tip an die Presse: Auch von sprachlichen Inquisitionsritualen wie „rechtspopulistisch“, „fremdenfeindlich“, „sexistisch“ oder eben „rechtsextrem“ etc. läßt sich der Bürger heutzutage nicht mehr sonderlich beeindrucken. Dazu werden diese Vokabeln viel zu oft, ostentativ und reflexhaft verwendet.

Ich will Herrn Brumlik ja nicht schockieren, aber in der „Vogelschiß“-Sache hat der liebe Herr Gauland tatsächlich recht. Hierfür habe ich mir den Begriff der „zeithistorischen Egozentrik“ ausgedacht. Diesen faschismusfixierten 68er-Narzißmus findet man bei vielen Linken. Sie dröhnen geradezu von der ewigen Schuld, dem ewigen Kern der deutschen Identität und spielen das, was ein Historiker mal als „negativen Nationalismus“ bezeichnete und ich „Schuldgrandiosität“ nenne. Also einen Größenwahn der Schuld.

Fast könnte man meinen, eine neue Religion sei nach 1945 in Deutschland entstanden. Was dem braven Katholiken der Teufel und die Hölle sind, das sind dem Alt-68er und heutigen Linken Adolf Hitler und der Faschismus.

Diese metaphysische Überhöhung und Perpetuierung der Nazizeit könnte man auch als zeithistorische Egozentrik bezeichnen. In diesem falschen Bewußtsein fehlt einem der Sinn für die Vogelschißhaftigkeit der Nazizeit.

Spätestens in 100 Jahren ist die Nazi-Zeit tatsächlich so etwas wie ein Vogelschiß auf der deutschen Geschichte. Für diese Einsicht müßte man sich allerdings geistig mal etwas locker machen und die eigene Besessenheit kritisch reflektieren. Eine Psychotherapie speziell für Alt-68er wäre auch nicht schlecht. Motto: „Abschied von der Wichtigtuerei. Wie schaffe ich es, die Nazizeit nicht mehr für mein Ego zu instrumentalisieren und zum Alpha und Omega der Weltgeschichte zu stilisieren?“

 

Bei der Recherche zu diesem Blog-Eintrag bin ich übrigens auch auf einen Artikel zum gleichen Thema in der „Huffington Post“ gestoßen, der wirkt, als wäre er von einem „Bravo“-Redakteur verfaßt worden. Dort heißt es:

AfD-Politiker Gauland: Deutsche sollen stolz auf „Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ sein

Alexander Gauland hat bei einer Rede zum Stolz auf die „Leistung deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ aufgerufen

Später im Text bringt die Huffington Post dann noch mal das Original-Zitat von Gauland. Jeder Leser kann also unmittelbar nachvollziehen, daß hier manipuliert wird. Bei den Redakteuren der Lügenpresse scheint die Devise zu gelten: Dient es nur dem Guten und dem Kampf gegen rechts, darf man auch gerne etwas ungenau sein.

Das ist dann aber kein „Qualitätsjournalismus“ mehr, liebe Pressevertreter.

Kaum irgendwo zeigt sich das pathologische Schuldbedürfnis vieler wohlmeinender Journalisten deutlicher als in den Simplifizeriungen und „Nazifizierungen“ von Äußerungen Rechter. Man denke nur an die lächerliche Empörung um das „Denkmal der Schande“ von Björn Höcke.

Soll man das Holocaustmahnmal etwa als Denkmal der Freude oder des Stolzes bezeichnen? An solchen Momenten erlebt man ungefiltert, in was für einem Irrenhaus wir mittlerweile leben. Auch „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein sprach bekanntlich von einem „Denkmal der Schande“. Und den Empörten fällt vermutlich bis heute nicht auf, was sie da verzapfen. Empörung ist heutzutage schließlich fast alles. Wenn es die AfD nicht gäbe, man müßte sie erfinden.

Unfreiwillig komisch ist dieses Statement in der „Zeit“:

In diesem Jahr machte auch Gaulands Parteikollege Björn Höcke Schlagzeilen, als er im Januar bei einer Rede in Dresden sagte, das Holocaust-Mahnmal in Berlin sei „ein Denkmal der Schande“.

Au weia! Auch in der „Huffington Post“ wird der Fall Höcke noch mal erwähnt:

Was Björn Höcke tatsächlich getan hat: Er hat das Holocaust-Denkmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnet. Gauland hatte ihn für diese Aussage verteidigt und Höcke sogar als „Seele der AfD“ bezeichnet.

Nun gut. Die „Huffington Post“ soll doch mal erklären, wie man das Holocaustmahnmal sonst nennen sollte, wenn „Denkmal der Schande“ so anstößig ist. Wäre interessant, was da für Vorschläge kommen. Wie gesagt, der Artikel wirkt wie aus einer „Bravo“-Ausgabe für den Nachwuchs bei der Antifa oder der Linksjugend.

Noch ein kleines Schmankerl in diesem Stil:

Beim Kyffhäuser-Treffen sagte Gauland nun über die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten: „Ja, wir haben uns mit den Verbrechen dieser zwölf Jahre auseinandergesetzt.“ Kein Volk habe so gründlich mit seiner „falschen Vergangenheit“ aufgeräumt, wie das deutsche Volk.

Nicht „grausame Vergangenheit“, nicht „abscheuliche Vergangenheit“, nicht einmal „traurige Vergangenheit“ – sondern „falsche Vergangenheit“. Als wolle Gauland sagen: Die Geschichte des Nationalsozialismus sei erfunden.

Mal abgesehen von den vielfältigen Bedeutungsnuancen des Wortes „falsch“ – wurde nicht kurz zuvor Gauland mit den Worten zitiert, man habe sich „mit den Verbrechen dieser zwölf Jahre auseinandergesetzt“?

Nur mit Nazi-Paranoia, Schuldgrößenwahn und Gutmenschentum lassen sich dieser legasthenische Belastungseifer und diese forcierte Begriffsstutzigkeit erklären. Niemand muß die Auffassungen Gaulands oder Höckes teilen. Die Frage bleibt aber, warum man es eigentlich nötig hat, die AfD derartig zu dämonisieren.

Aus meiner Sicht, weil die AfD – wenn auch nach rechts übersteuert – verleugnete Wahrheiten auf die politische Tagesordnung bringt, die den Anhängern des deutschen Schuldkultes zutiefst Angst machen.

Wer nun einwenden sollte, daß „Huffington Post“ und „Taz“ nicht gerade die Speerspitze des deutschen Qualitätsjournalismus seien, dem sei gesagt, daß man ähnliche Verfälschungen auch anderswo wiederfindet.

 

 

PS: Der Autor dieser Zeilen ist übrigens Pazifist und daher weder auf die „Leistungen“ der Wehrmacht noch der Reichswehr stolz.

Auf die Leistungen der Qualitätsmedien kann man aber noch viel weniger stolz sein.