„Das Berliner Politik-Patriarchat“

 

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Titelte der „Spiegel“ noch vor kurzer Zeit über „Merkels Feminismus“ und ihre spezielle Frauenförderung, so ist nun auf einmal wieder vom Patriarchat die Rede. Offenbar wollen die Autoren des obigen Artikels, daß der Frauenanteil bei 50% liegt. Das wären dann ungefähr 41 Ministerinnen und Staatssekretärinnen in der Bundesregierung.

Nun sind es aber leider nur 24 Exemplare des weiblichen Geschlechts. Folge: „Das Berliner Politik-Patriarchat“. So etwas liest man doch eigentlich nur in der „Emma“, oder?

Wie kann ich das als Leser jetzt in Einklang bringen mit dem Debattenbeitrag der „Spiegel“-Redakteurin Christiane Hoffmann, die ein Berliner Matriarchat heraufbeschwörte? Merkel habe eine spezielle Form der Frauenförderung betrieben, sodaß ihre Nachfolge ganz selbstverständlich auf eine Frau hinauslaufe.
 
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Man denke an Annegret Kramp-Karrenbauer, an Ursula von der Leyen oder an Julia Klöckner. Merkel habe einen Politikstil praktiziert und etabliert, der weiblich-nüchtern sei und Männer quasi als Nachfolger disqualifiziere. Und jetzt? Das Berliner Politik-Patriarchat.

Die 24 Staatssekretärinnen und Ministerinnen bilden immerhin einen Prozentanteil von ca. 30 Prozent in der Regierung. Also genau den Anteil, den Frauen auch als Mitglieder von Parteien stellen. Eine sogenannte „Unterrepräsentanz“ von Frauen ist also nicht feststellbar.

Aber wahrscheinlich bin ich als Pegida-Demonstrant und AfD-Wähler einfach zu dumm, um diese Logik zu verstehen. Ich überlege mir das noch mal mit dem „Lügenpresse“-Krakeelen.

Ein Frauenanteil in der Regierungsmannschaft, der dem Mitgliederanteil von Frauen in Parteien entspricht, ist also ein „Patriarchat“. Wie bezeichnet man dann die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts richtig? Oder die Adenauer-Regierungen? Die begriffliche Präzision läßt offenbar zu wünschen übrig.

Statt „Lügenpresse“ krakeele ich jetzt „Qualitätspresse“.

Mal sehen, wann sich „Spiegel Online“-Autoren um die weibliche Repräsentanz unter Obdachlosen Sorgen machen. 50 Prozent sollten hier mindestens drin sein.

Valerie Höhne – die Generation Smartphone versucht sich in „Qualitätsjournalismus“

Schock, schwere Not. Lesen Sie diese Einleitung eines „Spiegel Online“-Kommentars zum neuen Merkel-Kabinett, und Sie werden ein anderer Mensch sein:

Es hätte nur eine Frau der CSU gebraucht, und dem vierten Kabinett der ersten Kanzlerin der Bundesrepublik würden ebenso viele Frauen wie Männer angehören. Doch ein gleichberechtigtes Kabinett scheitert an dem Patriarchen der CSU: Horst Seehofer.

Halten wir fest:

Valerie Höhne, Jahrgang 1991, kennt den Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichverteilung nicht.

Horst Seehofer ist ein „Patriarch“, weil er die kindlichen Zahlenspiele einer Journalistin ignoriert.

Valerie Höhne, einstmals auch bei der „Taz“ beschäftigt, kennt offenbar nicht den Frauenanteil unter den Mitgliedern der im Bundestag vertretenen Parteien. Der liegt bei 30 Prozent. Ein künstlich erzeugter und mit dem Ideal der „Gleichberechtigung“ verbrämter Frauenanteil von 50% im Bundestag oder unter Ministern ist also zuerst einmal eine pure Frechheit.

Weiblicher Chauvinismus. So viel Frauenmaterial haben die Parteien gar nicht. Sollen Frauen also systematisch bevorzugt werden? Oder sorgt das „Patriarchat“ dafür, daß sich Frauen weniger für Politik interessieren?

Dann fragt man sich, was ein „gleichberechtigtes Kabinett“ sein soll. Was geht da in Valerie Höhne vor?

Ich befürworte mit aller Vehemenz die Gleichberechtigung von Frauen. Nur habe ich als aufgeklärter Mensch auch mal über die Begriffe „Gleichstellung“, „Gleichberechtigung“ und „Gleichverteilung“ nachgedacht.

Kleiner Tip an die Nachwuchsjournalistin: Man kann Begriffe und bis zur Vergasung etablierte Narrative trotz allen Ungemachs auch hinterfragen. Am besten lernt man das in Diktaturen.

Selbst ein Frauenanteil von 30 Prozent im Bundestag oder im Kabinett kann künstlich sein. Da wir nicht wissen, ob Männer und Frauen gleich sind, wissen wir auch nicht, wie hoch deren Anteile in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen unter den Bedingungen idealer Gleichberechtigung sein mögen.

Wir wissen es nicht.

Es könnte z.B. sein, daß Frauen weniger Lust darauf haben, sich zu exponieren und den stressigen Beruf des Berufspolitikers auszuüben. Es könnte also sein, daß die Prozentzahlspiele einiger Politiker und Journalisten lediglich deren Gewissensonanie dienen und ein Ausdruck von minderer Intelligenz und Opportunismus sind.

Viele Menschen im Volke wissen dies bereits. „Politik- und Medienverdrossenheit“ werden also noch eine Weile anhalten, bis der gesunde Menschenverstand „oben“ angekommen ist. Die jetzigen gut 30 Prozent weiblicher Bundestagsabgeordneter würden ohne offizielle und inoffizielle Quoten etc. übrigens noch mal deutlich geringer ausfallen.

Kaum zu glauben, daß der Autor dieser Zeilen die Gleichberechtigung von Frauen befürwortet.

Kopfzerbrechen bereitet zudem, wie die Redaktionen der „Lügenpresse“ die ganze Schwachsinnigkeit des „Gleichstellungs“-Narrativs, dieses ganze lächerliche Brimborium, diese unendliche Verlogenheit um dieses Thema nicht realisieren können und vermeinen, sie seien keine „Lügenpresse“ und würden doch eigentlich ganz ordentliche Arbeit leisten.

Der Kommentar von Valerie Höhne ist deshalb sehr lesenswert, weil er den unheimlichen Autismus der Medienbranche und auch feministisch verstrahlter Frauen gut veranschaulicht. Die wissen gar nicht mehr, wie man selbständig denkt, wie man seinen Verstand gebraucht, wie man kritisch hinterfragt.

Und offenbar auch nicht, wie man Kommentare unter den eigenen Artikeln liest. Das könnte schon sehr heilsam sein. In diesem Falle sind die nämlich selbst für „Spiegel Online“-Verhältnisse besonders deutlich.

Der ganze Artikel von Frau Höhne lebt von der Lüge bzw. der Ideologie, Frauen seien irgendwie unterrepräsentiert und benachteiligt. Es ist zwecklos hier eigentlich zu argumentieren. Denn solch eine „Journalistin“ wird nur mit dem Kopf schütteln und nie einsehen, daß sie sich einem Lügensystem unterworfen hat. Denn alle ihre Kollegen leiden ja am gleichen Autismus.

„Gleichberechtigung“ heißt jedenfalls nicht, daß man irgendwo 50-Prozent-Verhältnisse herstellt und sich in einem schönen Gefühl der Fortschrittlichkeit sonnt.

Valerie Höhne schmerzt ganz offensichtlich die Starrsinnigkeit des Patriarchen Horst Seehofer:

Nun hätte Seehofer ein Stück Frauengeschichte der Bundesrepublik mitschreiben können. Doch offenbar wollte er nicht. Stattdessen holte er mit Andreas Scheuer einen Lautsprecher und mit Gerd Müller einen braven Fachpolitiker ins Kabinett.

Ja, vielleicht sind dem Horst solche Zahlenspiele einfach egal. Das ist Politik, Frau Höhne, und kein feministischer Kindergarten. Schlimm, diese „braven Fachpolitiker“. Wäre es doch eine inkompetente Frau geworden.

Dann hätten wir Geschichte geschrieben! Frauengeschichte!

Endlich „Gleichberechtigung“ für uns geschundene Frauen! Mütterrente, Verschärfung des Sexualstrafrechts, „Gewaltschutzgesetz“ und allerlei anderes Frauengedöns sollten wir uns nicht länger von servilen Männern oktroyieren lassen. Wir Frauen wollen das endlich selbst und gleichberechtigt in die Hand nehmen.

Wenn selbst Journalisten nicht mitkriegen, wie sehr es im Volke bereits brodelt angesichts dieses immer peinlicher werdenden Frauen-Chauvinismus, wie sollen das dann erst Politiker begreifen – und wie lange wird es noch dauern, bis sie den Aufstieg der AfD kapieren, dieser schlimmen „Frauenfeinde“?

Seehofer und seine Männer setzen Frauen nicht an zentrale Schaltstellen der Macht. Für die CSU ist das ein Fehler, der sich später rächen könnte. Dem notorischen „Boys Club“ in Berlin steht eine immer größer und mächtiger werdende Riege an Frauen in der Politik gegenüber. Für Jungpolitiker, die im Männerverein der CSU sozialisiert werden, könnte es schwierig werden, mit den Unionsfrauen der Zukunft zusammenzuarbeiten oder gar gegen sie anzukommen.

Dieser Absatz der Kolumne soll wohl noch mal Frauenlogik im besonderen veranschaulichen. Was reimt sich diese Journalistin alles zusammen, um vermeintlich zu beweisen, daß dem Horst ihm seine reaktionäre Besetzungspolitik total schlimm für die Union sei und ein Stück „Frauengeschichte“ einfach nicht stattfinden lasse?

Was muß im Kopf einer Frau vorsichgehen, daß sie von ihrem eigenen Geschlecht derartig begeistert und ergriffen ist?

So endet der Kommentar:

Doch etwas hat Seehofer unterschätzt: In Berlin genießen die Minister aufgrund ihres Amtes eine höhere Aufmerksamkeit als zum Beispiel Staatssekretäre. Eine Frau aus Bayern hätte den Themen der CSU mehr Öffentlichkeit gebracht, allein, weil sie die einzige Bundesministerin der Christsozialen gewesen wäre. So wird die CSU wieder einmal hauptsächlich Aufmerksamkeit für möglichst protzig formulierte, querulatorische Rummosereien bekommen. Schade eigentlich.

Ist mir zumindest sympathischer als eine Frauenministerin und ein Justizminister von der SPD, die sich während eines laufenden Gerichtsprozesses mit einer offensichtlichen Falschbeschuldigerin solidarisieren und eine bisher nie gekannte feministische Verblödung zeigen – geschlechtsunabhängig.

Angesichts der Kritik an solchen journalistischen Fehlleistungen wie von Valerie Höhne entgegnen Journalisten wie z.B. Der „Spiegel“-Redakteur Markus Feldenkirchen häufig süffisant: Ihr müßt halt damit klarkommen, daß andere Menschen andere Meinungen haben. Das ist noch lange keine „Lügenpresse“.

Herr Feldenkirchen weiß offenbar nichts von der Pervertierung seines Betriebes durch die immergleichen Narrative linker Gesinnungsethik. Es gehört schon ein gehöriges Maß an Verblendung dazu, dieses Lügensystem nicht zu realisieren.

Darüberhinaus ist es eben eine Lüge zu behaupten, wir hätten ein „gleichberechtigtes Kabinett“ bei 50 Prozent Frauenanteil.

Das ist keine Meinung.

Der Untergang

Auf diese etwas merkwürdige Überschrift kann man kommen, wenn man die neueste Kolumne von „Spiegel Online“-Presselügner Christian Stöcker liest. Er macht sich darin lustig über die Diskriminierung von Männern und Weißen bei Google im Rahmen des gerade in Amerika etablierten Diversity-Fetischs.

Das Gefühl des „Untergangs“ beschlich mich, weil in dieser Kolumne noch einmal überdeutlich wird, daß Journalisten der Mainstream-Blätter völlig unfähig sind, die gegenwärtige „Gleichstellungs“-Ideologie als solche zu erkennen.

Ich verwende den Begriff der „autistischen Blase“, um diese Geisteshaltung zu beschreiben. Untergehen werden wohl all die wohlfeilen Blätter und Portale, die uns tagtäglich mit ihrer unerträglichen Frauenbenachteiligungs-Prosa beglücken. Diese phantastischen Geschichten basieren auf den immergleichen Zutaten:

Prozentverhältnisse geben zwingend Auskunft über etwaige Benachteiligungen
dies aber nur in sehr selektiv ausgewählten Bereichen und nur in bezug auf Frauen
reale juristische und faktische Benachteiligungen von Männern werden ignoriert
wie Geisteskranke ist man auf nur einen Deutungskorridor fixiert: Benachteiligungen von Frauen
implizit oder explizit wird die essentielle Gleichheit von Mann und Frau postuliert

So geht Christian Stöckers Text los:

Die Klageschrift, die James Damore und ein weiterer ehemaliger Google-Mitarbeiter bei einem kalifornischen Gericht eingereicht haben, enthält viele befremdliche bis lustige Sätze. Mir persönlich gefällt dieser besonders gut: „Googles offene Feindseligkeit gegenüber konservativem Gedankengut geht Hand in Hand mit unfairer Diskriminierung auf der Grundlage von Rasse und Geschlecht, was das Gesetz verbietet“. Gemeint ist Damores eigene „Rasse“ – er ist weiß – und sein eigenes Geschlecht.

Es ist wichtig, die Süffisanz dieses Textabschnittes zu registrieren. Quasi die gesamte Journaille suhlt sich in der Kulisse ihrer eigenen vermeintlichen Progressivität und moralischen Überlegenheit – ähnlich wie dies auch linke Parteien tun.

Wenn bei Google bevorzugt nichtweiße und nichtmännliche Mitarbeiter eingestellt und befördert werden, dann ist dies nun einmal eine Diskriminierung – auch wenn diese Einsicht den meisten Journalisten schwerfällt.

So geht es denn auch weiter in Stöckers Ausführungen:

69 Prozent aller Google-Mitarbeiter sind männlich und 56 Prozent weiß, 75 Prozent der Führung sind männlich. Männer verdienen bei Google im Durchschnitt so viel mehr als Frauen, dass das schon Gerichte beschäftigt. In Damores Klageschrift ist trotzdem zu lesen, in dem Unternehmen würden „männliche und weiße Angestellte weniger bevorzugt behandelt“.

Ja, toll geschlußfolgert! Ganz prima. Du gehörst jetzt zur moralischen Elite.

Man bekommt es schon ein bißchen mit der Angst zu tun, wenn man wie hier registriert, wie gehirngewaschen und gleichgeschaltet der gesamte Journalistenapparat ist.

Denn zur geistigen Würde und zum journalistischen Ethos gehört es ja zu hinterfragen, gegenzurecherchieren etc. Ungefähr 95% aller Kindergärtner in Deutschland sind weiblich – und vielleicht ist auch irgendeine Rasse oder Ethnie in diesem Bereich „unterrepräsentiert“, wie es heute so schön heißt.

Sind Männer jetzt hier eklatant diskriminiert? Nein! Denn darüber können wir ja nichts in der „Qualitätspresse“ lesen, also existiert hier auch keine Diskriminierung.

Wir können ebenso wenig ausschließen, daß Frauen in bezug auf Kleinkinderziehung größeres Talent und Interesse besitzen, wie wir nicht ausschließen können, daß Männer größeres Talent und Interesse in bezug auf Technik und Computer haben.

Daß also 69% aller Google-Mitarbeiter männlich und 95% aller Kindergärtner weiblich sind, bedeutet erst einmal gar nichts – kann sogar gut und gerne eine Benachteiligung von Männern bedeuten. Denn wer weiß genau, wie die 69% bei Google zustande gekommen sind?

Daß 56% der Google-Mitarbeiter weiß sind, könnte sogar eine Unterrepräsentanz von Weißen bedeuten. Daß 75% der Führung bei Google männlich sind, muß ebenfalls nichts Besonderes bedeuten, da wir nicht wissen, ob Frauen genauso erpicht sind auf zeitraubende und stressige Führungsaufgaben.

Kurzum: Wir wissen nicht, ob Frauen und Männer gleich sind.

Es ist auch nicht die Aufgabe von Unternehmen bestimmte Bevölkerungsproporze, in der Belegschaft abzubilden. Zudem kann es diverse soziale und kulturelle Unterschiede zwischen Ethnien geben.

Das ist logisches Denken auf Sandkasten-Niveau. Für „Spiegel Online“-Redakteure zu hoch. Ist ja auch kein Wunder. Wir wissen, was das für Leute sind.

Ich habe mich eben ganz bewußt sehr minimalistisch ausgedrückt. Denn bereits die eben vorgeführte logische Minimalposition bringt den gesamten „Gleichstellungs“-Schwachsinn zu Fall.

Problem: Jetzt bin ich doch tatsächlich kein guter Mensch mehr.

Da der Autor dieser Zeilen von diesem Unheil aber wenig geschreckt wird und große Erfahrung im Zusammenhang mit der immunisierenden und selbstbeweihräuchernden Wirkungsweise von Ideologien mitbringt, ist er dazu in der Lage, auch in moralisch nicht besonders profitträchtige Richtungen zu denken.

Ganz anders sieht dies bei Gutmenschen wie Christian Stöcker aus, der hier exemplarisch für die gesamte Lügenpresse steht.

Natürlich gibt es unzählige empirische Untersuchungen darüber, daß Männer und Frauen einen unterschiedlichen Zugang zum Thema Arbeit haben. Und es ist schlimm genug, daß ein Journalist dies alles ignorieren kann.

Der entscheidende Punkt liegt aber darin, daß man noch nicht einmal dazu fähig ist, einfachstes logisches Minimaldenken anzuwenden.

Auch daß weibliche Google-Mitarbeiter im Schnitt weniger verdienen als Männer, bedeutet zunächst erst einmal gar nichts. Man muß sich die konkreten Umstände anschauen. Es mag hier und da in der Wirtschaft vereinzelte Fälle von echter Gehaltsdiskriminierung geben. Hier kann man den Rechtsweg beschreiten. Der sogenannte „Gender pay gap“ ist aber nahezu ausschließlich auf statistische Effekte zurückzuführen bzw. darauf, daß man Äpfel mit Birnen vergleicht. Dies ist auch schon seit Jahrzehnten bekannt.

Es versteht sich von selbst, daß es „Spiegel Online“ und den „Spiegel“ nicht die Bohne interessiert, wieviel Geld eigentlich über unser Steuer- und Sozialversicherungssystem von „Mann“ nach „Frau“ umverteilt wird – 70% der Lohnsteuer werden beispielsweise von Männern erwirtschaftet. Da könnte man sicherlich viele hysterische Artikel schreiben.

Ist nur leider nicht moralisch opportun. Dann gibt’s böse Blicke von Mutti.

Ein gutes Haar kann man aber dennoch an der Kolumne von Herrn Stöcker lassen, in der es eigentlich darum geht, was Konservativsein ausmache. Dazu gleich mehr. Zuvor sollte man sich aber klarmachen, mit was für einer Selbstverständlichkeit dieser Presse-Heini vor sich hinlügt bzw. Dinge suggeriert, die längst nicht so klar sind, wie er sich und seinen Lesern das vormacht.

Unsereins kann das egal sein. Es ist nur etwas schade um das Traditionsblatt „Spiegel“. Selbst wenn der noch mal die Kurve kriegen sollte, so sind die letzten 20 Jahre Lügenjournalismus in bezug auf die Themen der politischen Korrektheit derartig peinlich, daß diese Hypothek wohl noch lange auf dem Blatt lasten wird.

Könnte doch ein Herr Stöcker genauso kritisch auf die Fetische des Gutmenschentums blicken, wie er es in folgendem Absatz bezüglich der Konservativen tut:

„Konservativ“ waren in der Geschichte mal diejenigen, die die Abschaffung des Absolutismus für einen Irrweg hielten, später dann auch mal die, die den Nazis zur Macht verhalfen, und noch später die Kritiker ungewöhnlicher Frisuren und kurzer Röcke.

Konservative haben im Lauf von zwei Jahrhunderten eine Routine darin entwickeln müssen, alte Positionen aufzugeben und sich neue zuzulegen. Es muss immer wieder etwas Neues gefunden werden, für dessen „Bewahrung“ man streitet.

In der Tat kann pures Konservativsein keine sinnvolle politische Haltung sein. Selektives Konservativsein aber sehr wohl.

Denn die politische Linke hat heutzutage mit Gender, Islamunterwerfung, Multikulti, Nazi-Paranoia, Gleichstellung, geschlechtergerechter Sprache, Asylwahn, nationalem Selbsthaß und Diversity-Fetisch derartig viel Schwachsinn zu bieten, daß man auch als Linker nur zu gerne „selektiv konservativ“ ist.

Realsatire

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Eigentlich muß man diesen Screenshot nicht mehr weiter kommentieren. Ich tue es aber doch einmal. Auf Ironien wie die obige trifft man seit Muttis Asylpsychose öfter. In den sozialen Netzwerken macht man sich lustig über die Diskrepanz zwischen journalistischen Empörungsritualen über böse „Rechte“ oder die schlimme „Fremdenfeindlichkeit“, während man eine Meldung weiter lesen darf, wie berechtigt der Volkszorn und der Argwohn gegenüber dem Islam sind.

Ich habe den Artikel von Jakob Augstein gar nicht gelesen. Man kann allein am Vorspann ersehen, worauf es hinausläuft: Daß die Menschen AfD wählen, ist gleichbedeutend mit Dummheit, mit dem Schlaf der Vernunft. Eine Krise der Demokratie. AfD-Leute sind „Rassisten“ und „Fremdenfeinde“. Jetzt kommen die Monster.

„Sie sind da“, wie der „Spiegel“ schön dämonisch titelte, als die AfD in den Bundestag einzog. Wunderschöne Paranoia, wie wir sie von den Trotteln der Lügenpresse kennen. „Wunderschön“ vor allem deshalb, weil sich unsere Demokratie dank AfD und Pegida höchster Lebendigkeit erfreut. Nie habe ich mich so gut gefühlt beim Kreuzchen-Machen. Nie habe ich mich politisch so lebendig gefühlt wie bei der zweiten Berliner Pegida-Demo, der ich beiwohnen durfte. Ein Hauch von 1989 war zu spüren.

Herr Augstein muß einfach noch begreifen, daß Andersdenkende auch „rechts“ sein können. Daß Demokratie auch nach „rechts“ lebt und voll ausgeschöpft werden darf. Fairerweise muß man einräumen, daß mit Leuten wie Donald Trump oder Viktor Orban auch zweifelhafte Charaktere die demokratische Bühne betreten.

Andernorts sind sie längst da, wenn man sich Angela Merkel anschaut. So läuft das eben in der Demokratie. Angela Merkel hat unsere deutsche Demokratie in eine veritable Krise manövriert. Und Europa obendrein mit ihrer autistischen Refugee-Romantik.

Das Lustige an obigem Screenshot ist wie so häufig die Psychologie. Die Journalisten der Lügenpresse merken überhaupt nicht, daß ihre Beschreibung des politischen Gegners, also der bösen „Rechten“, genauso gut, wenn nicht besser auf die etablierten Parteien paßt, die die Bürger mit ihrer vernunftlosen Gesinnungsethik einlullen und ihnen weismachen, die „Flüchtlingspolitik“ und ihr Minderheitenkult förderten die Menschlichkeit.

Unsere Demokratie ist in der Krise, weil unsere Politiker partout nicht sehen wollen, wie unsinnig und illegitim die gegenwärtige Völkerwanderung im Namen des Asyls ist. Mehr als 50% der sogenannten Schutzsuchenden sind gar nicht asylberechtigt, der Rest hat bereits zahlreiche sichere Länder durchquert, wenn er in Deutschland ankommt. Die meisten haben also ökonomische Motive, während unsere vernunftschläfrige Kanzlerin nicht begreift, was es in den „Geflüchteten“ auslöst, wenn sie hier erst einmal in Behelfsunterkünften dahinvegetieren müssen, damit hiesige Gutmenschen ihr Gewissen befriedigen können.

Solange unsere Politiker derartig tapfer die tieferen Zusammenhänge der Massenwanderung ignorieren, werden die Menschen weiter AfD wählen.

Wenn alle 23 in Estland als Flüchtlinge anerkannten Syrer weiter nach Deutschland ziehen, müßte eigentlich etwas faul sein im Staate Dänemark. Man kann unsere Politiker und Journalisten eigentlich nur noch als geisteskrank bezeichnen.

Die unfreiwillige Komik des Screenshots besteht natürlich auch darin, daß Augstein etwas von Monstern faselt, die im Falle der AfD nur seiner Paranoia entspringen und im Falle Donald Trumps tüchtig von den Institutionen und Ritualen der US-Demokratie in Schach gehalten werden. Der Bürger darf aber Monster ganz anderer Natur kennenlernen.

Das sind dann leider viele der armen Refugees, die Mutti eingeladen hat.

Der Bürger lernt Flüchtlinge als Monster kennen, während Jakob Augstein politische AfD-Monster herbeisinniert, weil sie nicht seiner Gesinnung entsprechen. Er hantiert locker mit dem Begriff des „Nazis“, ohne dabei zu realisieren, wie lächerlich er sich damit macht. Monster anderer Natur sind auch die Linksextremisten, die die Frischekur der Demokratie mit Gewalt bedrohen und einschüchtern, während etablierte Politiker dies rhetorisch befeuern.

Das ist die Diskrepanz der Wahrnehmung von Bürgern auf der einen Seite und von Politikern und Journalisten auf der anderen Seite. Unsere Demokratie leidet also an Schizophrenie.

Ich erspare es mir hier, auf all die unzähligen Fälle von Gewalt, Vergewaltigungen, Morden, sexuellen Belästigungen, Nötigungen, Sachbeschädigungen durch arme, traumatisierte „Flüchtlinge“ hinzuweisen. Dazu muß man einfach nur mal ab und zu die entsprechenden unabhängigen Blogs aufrufen – die wiederum einfach nur auf Meldungen in der Regionalpresse zurückgreifen.

Der gemeine Journalist hängt allerdings viel zu sehr an seiner aufwendig zurechtgezimmerten Kulisse der Humanität, als mal dahinter zu schauen.

 

 

PS: Nach der Lektüre von Augsteinens „Kolumne“ kann ich übrigens stolz verkünden, daß ich mit meiner Exegese nicht allzu falsch gelegen habe. Es ist ein entsetzlich bräsiger, konfuser und selbstverliebter Artikel, den Augstein da hingehauen hat.

Katastrophenjournalismus gewissermaßen, dabei war die Welt nie in einem besseren Zustand als heute. Demokratie und Globalisierung bedeuten eben, daß es auch mal etwas rumpelt.

Wenn Augstein will, daß keine Trumps mehr an die Macht kommen, soll er Hillary Clinton sagen, daß sie dem Feminismus und allen anderen Spielarten der politisch-korrekten Verblödung abschwören soll. Dann wird sie garantiert gewählt – auch noch als 73jährige.

Und er sollte seinen Journalistenkollegen begreiflich machen, daß sie in einem für Außenstehende beklemmenden Verleugnungszustand leben.

Schon läuft der Laden wieder.

 

Dummdreist

Dummdreist ist wohl das richtige Wort für die „Spiegel Online“-Kolumnistin Margarete Stokowski. Letztlich trifft dieser Begriff aber wohl auf die gesamte Redaktion sowohl des „Spiegel“ als auch seines Online-Bruders zu.

Frau Stokowski macht sich hier lustig über vordergründig bildungsferne Wutbürger. Dabei ist es durchaus nachvollziehbar, daß man ein Print-Magazin nicht mehr lesen möchte, das derartig eng mit seinem Online-Bruder verzahnt ist und ähnlich politisch korrekt verstrahlt ist. Es handelt sich ja um ein Unternehmen. Und auch im „Spiegel“ findet sich ja die geistige Diarrhoe einer Frau Stokowski wieder, nur eben etwas gediegener und aus der Feder anderer Autoren wie Georg Diez oder Jakob Augstein.

Die hier demonstrierte Haltung Stokowskis gegenüber Kritikern ist symptomatisch für das Print- wie das Online-Magazin. Die Redakteure befinden sich in einer Art Nordkorea-Modus und reagieren regelrecht autistisch auf Kritik von außen. Ihnen kommt überhaupt nicht in den Sinn, daß etwas grundsätzlich mit unserer Medienlandschaft und ihren Akteuren nicht stimmt.

Es ist die Unfähigkeit, mit der gleichen Verve und den gleichen Standards nach links zu kritisieren wie nach rechts. Die deutsche Nazi-Neurose zeigt sich auch hier wieder klar.

Noch ein paar Bemerkungen zu obigem Tweet: Frau Stokowski macht sich über ihren Kritiker lustig und behauptet, dieser wisse es nicht, daß sie keine Print-Kolumne schreibt. Dabei geht dies ja nicht zwingend aus seinem Tweet hervor. Er kann es ja durchaus wissen und macht Nägel mit Köpfen angesichts der Verzahnung beider Magazine. Was soll man von einem Print-Magazin halten, dessen Online-Bruder derartig konform mit den linken Verleugnungszuständen unserer Gesellschaft geht?

Stokowski hält sich hier also an einer Nichtigkeit auf bzw. konstruiert sich einen Aufhänger herbei, um der Kritik aus dem Weg zu gehen. Diese Arroganz ist typisch für’s gesamte Medienbusineß, das sich gewissermaßen einen tumben Ideal-Wutbürger zurechtschnitzt, der am besten „islamophob“, „reaktionär“ und „rechts“ ist, um sodann mit Unschuldsmiene und im Brustton der Überzeugung kundzutun: Alles Nazis, wir sind gar keine Lügenpresse.

So ungefähr laufen die Debatten, bis die Auflagen und Quoten dieser Medien sich dem Nullpunkt nähern.

Erstaunlich ist die schlechte Grammatik von Frau Stokowski, die zweimal das Komma vergißt. Auch der Ausdruck läßt zu wünschen übrig. Klingt ein bißchen nach Chantal- und Migrantendeutsch.

Entscheidend ist aber die arrogante Haltung, die in Stokowskis Tweet zum Ausdruck kommt. Man macht sich lustig über die dummen, womöglich gar „rechten“ Leser, verbarrikadiert sich im Elfenbeinturm und verkauft Kritiker systematisch für doof.

Margarete Stokowskis Tweet dokumentiert schön diese Geisteshaltung und ist daher durchaus verdienstvoll.