Deppenjournalismus: „Tag der deutschen Vielfalt“

Auf diesem Blog sollte man ruhig auch mal den ganz schlichten Deppenjournalismus in den Qualitätsmedien dokumentieren. Dabei geht es also nicht in erster Linie um Opportunismus und Verlogenheit, sondern schlicht um schlechten Stil, verhunzte Formulierungen und unlesbare Texte.

Jüngst wurde uns Lesern am Tag der deutschen Einheit nahegebracht, daß es neben unserem Nationalfeiertag auch einen „Tag der deutschen Vielfalt“ geben solle. Verschiedene Migranten-Organisationen bemängelten, daß der 3. Oktober zu sehr auf Deutsche fixiert sei.

Man lese:

Deutsche mit Migrationshintergrund werden bei der Wiedervereinigung häufig vergessen, kritisieren die „Neuen Deutschen Organisationen“. Sie fordern einen Gedenktag für die Einwanderungsgesellschaft.

Bereits diese Formulierung ist arg suboptimal. Migrationshintergründler werden „bei der Wiedervereinigung“ also vergessen. Wie soll man das verstehen? Die Wiedervereinigung fand bekanntlich vor 28 Jahren statt. Meint man jetzt die jährlichen Wiedervereinigungsfeiern oder die tatsächliche Wiedervereinigung im Jahre 1990? Wir werden wohl nie erfahren, ob Qualitätsjounalisten oder muselmanische Integrationsweltmeister für dieses Chantal-Deutsch verantwortlich sind.

Gemeint war wohl eher „im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung“ oder „am Tag der deutschen Einheit“.

Wirklich kryptisch wird der Artikel auf „Spiegel Online“ aber hier – mit besonderem Augenmerk auf dem zweiten Absatz:

[…] die deutsche Einheit werde üblicherweise „aus einer rein ‚weißen‘ Sicht betrachtet – deutschdeutsche Ostdeutsche wiedervereint mit deutschdeutschen Westdeutschen“, kritisieren die Verbände. Die „Bindestrichdeutschen“ auf beiden Seiten würden dabei oft vergessen.

Dabei sei die deutsche Einheit für sie zum Teil mit rassistischen Erfahrungen verbunden gewesen. Ein großer Teil der ostdeutschen Bevölkerung habe in den Jahren nach der Vereinigung Entfremdung und Stigmatisierung erlebt. Die Einheit bleibe unvollendet, wenn diese Geschichten nicht erzählt würden.

Das ist nun völliger Irrsinn. Wer soll daraus noch klug werden? Ich kann da beim besten Willen keinen Zusammenhang erkennen. Man will also mehr Aufmerksamkeit für die „Bindestrichdeutschen“, die rassistische Erfahrungen gemacht hätten.

Dann kommt plötzlich ein völlig autistischer Schwenk zu den Ossis, die nach der Einheit Entfremdung und Stigmatisierung erfahren hätten. Das ist zweifelsfrei richtig. Aber was hat das mit dem Thema zu tun?

Das nennt man wohl Bullshit-Journalismus. Viel Sinn ergibt dieser Text jedenfalls nicht. Und auch auf klassischem Lügenpresse-Terrain wird man noch fündig.

Denn man fragt sich natürlich als aufgeklärter Leser sofort, was für Verbände nun hinter der völlig lächerlichen und naiven, wenn nicht gar narzißtischen und egozentrischen Forderung nach einem „Tag der Vielfalt“ stehen, und vermutet selbstredend desintegrierte Muselmanen dahinter. Denn die Alltagserfahrung zeigt, daß Vietnamesen, Polen oder Italiener kein Problem mit dem Tag der deutschen Einheit haben.

An Ende des Artikels wird uns dann offenbart, daß der Vielfalts-Appell unter anderem von der Türkischen Gemeinde in Deutschland, dem Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, dem Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine und der Iranischen Gemeinde unterzeichnet wurde.

Also ganz überwiegend die üblichen Verdächtigen. Einem „Spiegel Online“-Redakteur ist es wohl nicht zuzumuten, hier einzuhaken und mal zu thematisieren, warum eigentlich nur Muselmanen mit diesen virulenten Minderwertigkeitskomplexen aufwarten und ständig halale Extrawürste für sich fordern.

Regelrecht dreist empfinde ich es als Deutscher, wenn auch noch Syrer diesen Appell unterstützen, die gerade erst in Deutschland angekommen sind und nun am Tag der deutschen Einheit über Aufmerksamkeitsdefizite klagen und einen extra Vielfaltsfeiertag einfordern.

Ist das eine besondere Form des kulturellen Dschihads? Man stelle sich mal vor, ich käme als Flüchtling in die Türkei und…. Na ja. Da bleibt einem schlicht die Spucke weg. Die Vollpension im deutschen Asylunwesen reicht wohl manchem Syrer nicht.

Da der sogenannte „Tag der deutschen Vielfalt“ ganz überwiegend von Muselmanen gefordert wird, kann man sich ausdenken, was dieser Tag bezwecken soll: Toleranz für Schächten, Beschneidung, Kinderheirat, Scharia, Kopftuch, Verwandtenheirat, Familienehre, Desintegration und vieles mehr.

Der normale Migrant aus Polen oder Vietnam fordert jedenfalls keinen „Tag der deutschen Vielfalt“. Denn sein Lebensstil fügt sich problemlos hier ein.

Die Forderung nach diesem Vielfaltstag ist also nichts anderes als ein Ausdruck von Einfalt. Eine freudsche Fehlleistung, die einmal mehr die autistische Sonderstellung von Muslimen und deren Unwillen dokumentiert, sich zu integrieren, sich der europäischen Moderne zu öffnen.

Hundertprozentig falsch ist der Geist hinter diesem Ansinnen freilich nicht. Er betrifft aber eher uns Deutsche. Wir sollten endlich wieder lernen, stolz auf unser Land zu sein, daß es so etwas wie eine Volksidentität gibt, die ewig währt und sich nicht sonderlich von Unfällen wie der Nazi-Zeit beeindrucken läßt.

So würden nicht nur wir selbst uns besser in unserem Land fühlen, sondern Deutschland und seine Kultur würden auch wesentlich attraktiver für Migranten werden, die sich selbstredend auch viel selbstverständlicher zu Deutschen wandeln würden.

Wir selbst müssen also unseren seelischen Knacks überwinden – und begreifen, daß unsere pathologische Fixierung auf die Nazi-Zeit ungesund und lebensfeindlich ist. In solch einer stabileren seelischen Verfassung würde man auch recht ungerührt diesen albernen Vorschlag von Musel-Verbänden quittieren.

Oder es würde ihn womöglich gar nicht geben.

Realsatire auf „Spiegel Online“

 

 
Die Spontanproteste nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz durch sogenannte Schutzsuchende sind zwar schon eine Weile her, den obigen famosen Twitter-Post von „Spiegel Online“ kann man aber ruhig trotzdem noch mal prominent platzieren.

Hatten die Herren Journalisten keine passenden Bilder des „Aufmarsches“ zur Verfügung? Auch im verlinkten Artikel sind keine Bilder von „Aufmärschen“ zu bewundern. Ziemlich tolpatschig diese Bildauswahl, bedient sie doch ungewollt genau die Sicht auf die „Lügenpresse“, der man eigentlich entgegentreten möchte. Die Überschrift lautet „Rechte marschieren in Chemnitz auf“. Richtiger wäre wohl gewesen: „Ganz normale Bürger demonstrieren in Chemnitz“, wobei sich auch Rechtsradikale dazugesellt hatten.

Vielleicht hat man ja ganz bewußt ein neutrales Bild vom Stadtfest gewählt, weil die authentischen Bilder von der Demonstration viel zu harmlos für eine ordentliche Dämonisierung nach Lügenpresse-Art waren. Man wundert sich zudem, warum man bei Pro-Refugee- oder anderen linken Demos nie Überschriften liest wie: „Linke marschieren in verschiedenen Städten auf“.

Das Wort „Aufmarsch“ trägt zusätzlich zur Entmenschlichung und Dämonisierung normaler Demonstranten bei. Im Artikel hat „Spiegel Online“ dann noch diesen fragwürdigen Tweet der „Amadeu-Antonio-Stiftung“ untergebracht:

 

 

Das ist quasi noch mehr Realsatire als der erste Tweet. Und „Spiegel Online“ macht sich ohne Bedenken die Nazi-Hypochondrie dieser Stiftung zu eigen. Ist schließlich Qualitätsjournalismus. In diesem Tweet gibt es gar keine normalen Menschen mehr, sondern nur noch Rechtsradikale. Und es wird recht sparsam vom „Tod eines Mannes“ gesprochen. Bloß nicht zu direkt werden. Man will ja keine falschen Narrative bedienen.

Merkwürdig kommt einem auch dieses Statement aus dem Artikel vor:

„Wenn ich sehe, was sich in den Stunden am Sonntag hier entwickelt hat, dann bin ich entsetzt“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) dem MDR.

Ist schon schlimm diese tödliche Gewalt durch „Flüchtlinge“. Die Oberbürgermeisterin einer ehemaligen Arbeiterpartei mit großer Protestvergangenheit ist allerdings entsetzt über eine Protestkundgebung der einfachen, bildungsfernen Schichten gegen diese tödliche Asylantengewalt.

Mittlerweile hat sich die ganze Sache zu einer regelrechten Staatsaffäre ausgeweitet: Politiker erfinden munter „Hetzjagden“, die es nie gegeben hat. Medien wie die „Tagesschau“ nutzen manipulierte Bilder für ihre Berichterstattung. Und der Bundespräsident unterstützt ein Selbstvergewisserungs-Happening mit musikalischer Untermalung von linksextremen Musikern, die politisch erwünschte „Hate Speech“ in ihren Liedern zum Besten geben.

Ganz wichtig finden diese „Kämpfer gegen rechts“, daß sie „mehr“ sind und verwenden daher den Hashtag #wirsindmehr auf Twitter. Dabei ist es eigentlich ein Naturgesetz, daß Andersdenkende und Regimekritiker in totalitären Staaten deutlich in der Minderzahl sind.

Es wird wohl noch lange dauern, bis Deutschland erwachsen wird und die Gutmenschen dieses Landes nicht jeden Furz der Gegenwart als Vorspiel zu einer neuen Nazi-Diktatur interpretieren.

Deutschlands Nazi-Vergangenheit ist heute nur noch eine Wichsvorlage für Gewissensonanisten, die ganz fest daran glauben, daß die AfD eine „Nazi“-Partei sei. Über den gemeinen Ossi reden sie so, wie sie es sich nie zu getrauen wagten, wenn es um Muslime und deren echte Demokratiedefizite geht.

 

Passend zum Thema kann man ja hier auch noch gleich das neue Titelblatt vom „Spiegel“ abhandeln:

 

 

Würde es sich um die Grünen handeln, würde man verzückt „Die neue Volkspartei“ titeln. Ist so auch schon vorgekommen – obwohl die Grünen nie 12,6 Prozent im Bund erreichten. Da der „Spiegel“ aber von linksgrünversifften Journalisten dominiert wird, nimmt man Anklänge an ein berühmtes Zitat von Adolf Hitler und verunglimpft die AfD. Genau deshalb ist die AfD so erfolgreich. Weil der „Spiegel“, andere Medien und viele Politiker die sachliche Auseinandersetzung scheuen und stattdessen mit „Nazi“-Diffamierungen arbeiten.

Es wäre für mich das achte Weltwunder, wenn der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe tatsächlich das halten würde, was er auf dem Titelblatt verspricht. Denn die AfD ist hauptsächlich aufgrund der Verleugnungszustände der politischen Korrektheit so erfolgreich, aufgrund der vielen Doppelstandards und des grassierenden Gutmenschentums in Medien und Politik. Das ist der banale Grund für die Wahlerfolge und hohen Umfragewerte der AfD.

Der „Spiegel“ kann solch eine Antwort also gar nicht geben. Denn diese würde das eigene Blatt überfordern, das ja nur so vor Doppelstandards und Weichei-Journalismus strotzt. Dem „Spiegel“ und seiner Redaktion fehlen schlicht die geistigen Voraussetzungen für eine angemessene Antwort auf die Frage des Titelbildes.

Die Narrative der politischen Korrektheit haben bekanntlich eine dankbare Heimstatt im „Spiegel gefunden. Man wird in dieser Titelgeschichte also niemals Aussagen finden, daß die AfD in wichtigen Punkten legitime Politik betreibe und Lücken der etablierten Parteien schließe.

Das wäre in der Tat ein Weltwunder und ist angesichts des journalistischen Personals schlicht unmöglich.

 

PS: Hier noch die besten Antworten der Twitter-Nutzer auf die Realsatire von „Spiegel Online“.

Feminismus bis zur Vergasung

Vor ein paar Tagen klickte ich mal wieder „Spiegel Online“ an, um einen kurzen Nachrichtenüberblick zu erhalten. Scrollte man die ersten ca. 10 Meldungen mit Weltpolitik und so herunter, erschien diese Meldung:

 

spiegel-online-screenshot-sportler-superverdiener

 

Zwei Nachrichten weiter dann dies:

 

spiegel-online-screenshot-feminismus-bento-oben-ohne

 

Wieder zwei Meldungen weiter dann dies:

 

margarete-stokowski-melania-trump-first-witzfigur

 

Man wird also quasi mit Feminismus zugemüllt. In jeder dieser Meldungen sind Frauen Opfer. Oder besser: Werden als Opfer dargestellt. Ich meine, mir kann das egal sein. Aber sind das nicht „gebildete“ Menschen, die dieses Online-Magazin betreiben? Diesen Leuten müßte doch eine gewisse Monotonie in der Themensetzung auffallen.

Die Kommentatoren des ersten Artikels über sportliche Topverdiener sind sichtlich genervt. Den zweiten Artikel kann man nicht kommentieren. Und die Kommentare unter der Kolumne von Margarete Stokowski sind ebenfalls mißgestimmt.

Ich meine, was ist in diesem Laden los? Wozu veranstalten diese Leute sogenannte „Leserkonferenzen“, um zu erfahren, was der Leser denkt? Die Lektüre der Kommentarspalten und einiger alternativer Blogs würde bereits völlig ausreichen, um schlauer zu werden. Wenn ein Magazin wie der „Spiegel“ extra „Leserkonferenzen“ ansetzt, muß die Gehirnwaschung schon recht enorm sein. Im Grunde genommen ist das eine unfreiwillig komische Selbstentlarvung.

Es würde auch schon ein Blick in ältere „Spiegel“-Ausgaben oder auf Titelbilder der vergangenen Jahrzehnte völlig genügen, um zu sehen, was für ein braves, angepaßtes Blatt der „Spiegel“ geworden ist. Man verzeihe mir hier die Vermengung von Print und Online, aber beides findet ja unter einem Dach statt und atmet den gleichen braven Geist eines Journalismus, der das vermeintlich Gute nicht zu hinterfragen weiß.

Der erste Artikel über die „Geldrangliste“ der Sportler ist zwar überwiegend neutral geschrieben, aber in der Überschrift und im Vorspann bringt die Redaktion noch den „richtigen“ feministischen Ton herein. Dabei ist es eine völlig logische Sache, daß Frauen nicht zu den Topverdienern im Sport gehören. Sie treiben weniger Vereinssport als Männer, sind physisch schwächer, können schwanger werden, sind weniger leistungs- und konkurrenzorientiert und denken auch weniger ökonomisch.

Nicht nur der leistungsfähigere männliche Körper mit seinen athletischen und fulminanten Bewegungsabläufen, sondern auch das männliche Naturell aus Aggressionen, Kampf, Drama und Siegesgesten machen Männersport schlichtweg attraktiver und besser „vermarktbar“. Die Gender-Theorie bestimmt eben nicht, was männlich ist.

Alles spricht also dagegen, daß je eine signifikante Zahl von Frauen in den Top 100 der bestverdienenden Sportler erschiene.

Der Bento-Artikel über die weiblichen Oben-ohne-Phantasien wirkt wie von einer 14-Jährigen geschrieben und wartet mit einer Menge Opfer- und Gender-Rhetorik auf. Das mögen die Leser bestimmt gerne, wird sich da die Redaktion gedacht haben. Auch dieser Artikel zeichnet sich durch eine komplette Leugnung der Biologie aus. Die Autorin glaubt, Frauenkörper und ihre Unterwäsche würden aufgrund von sozialen Prägungen „anders bewertet“ werden als Männerkörper. Mit ein bißchen Frauenrevolution würden sich diese Bewertungen ändern. Dann wäre es auch gesellschaftlich akzeptiert, wenn man als Frau im Sommer mitten in der Stadt im BH herumläuft.

Wissenschaft lebt von der Hypothese. Und die Gender-Wissenschaft erst recht.

Im dritten Artikel geht es um Melania Trump. In einer Top 100 der feministischen Opfer-Olympioniken würde Autorin Margarete Stokowski sicherlich einen der ersten Plätze belegen. Die mit einer Art Gender-Tourette-Syndrom gesegnete „Spiegel Online“-Kolumnistin findet es schlimm, wie sehr man Witze über Melania Trump und ihr Verhalten macht angesichts einer längeren Abstinenz der First Pussy.

In ihrer Kolumne offenbart sie eine gewisse Humor-Legasthenie, denn natürlich geht es den vielen Witze-Machern im Internet und anderswo nicht um Melania Trump selbst, sondern man nutzt lediglich das Humorpotential aus, das Trump und seine Beziehung zu Melania bieten. Mit bitterem Ernst verteidigt Stokowski aber die Freiheit und Unabhängigkeit auch einer Melania Trump. Sie müsse sich für nichts rechtfertigen, sie dürfe auch als First Lady tun und lassen, was sie will.

Auch echte Legasthenie findet man bei Margarete Stokowski. So schreibt die gebürtige Polin:

Ganz weit vorne im Rennen stand ein Twitternutzer, der einen Tweet von Melania Trump so umstellte, dass die Anfangsbuchstaben der Sätze das Wort „HELP“ ergaben. Eine geheime Botschaft! Der Screenshot wurde über 340.000 mal geliked.

Anglizismen sind ja häufig schon Pest genug. Immer häufiger findet man aber Schreibweisen wie die obige, wo nicht nur ein englisches Wort benutzt wird, sondern das Partizip Perfekt auch wie im Englischen gebildet wird. Das ist quasi Intersexualität auf sprachlicher Ebene.

Im schnöden Internet ist dieses Phänomen sehr häufig zu beobachten. Bei Berufsschreiberlingen möchte man so etwas aber eigentlich nicht sehen. Noch dazu, wenn diese Dame sich gerne lustig macht über die Orthografie-Defizite sogenannter „Rechter“.

Es ist auch zu viel der Ehre, sich hier noch länger mit dem Bullshit einer Margarete Stokowski auseinanderzusetzen. Ihr Artikel ist jedenfalls ungeheuer konjunktivisch, verquast und wirr und läuft darauf hinaus, daß Frauen (bekannter Politiker) nicht als Statussymbole ihrer Ehemänner angesehen werden sollten. Denn dies – so suggeriert es Stokowski – ist ja der wirkliche Grund hinter den fiesen Witzen über die Eheleute Trump.

Das Patriarchat hat also wieder zugeschlagen! Die Quintessenz: Witze über die Trumps werden nicht gemacht, weil sie eben die Trumps sind und zum Witzemachen einladen, sondern weil die arme Melania als Donald-Trump-Extremität betrachtet wird – nur deshalb! Weil wir halt alle noch so reaktionär sind mit unsern Frauenbild und so.

Völlig unerwartet läuft die Stokowski-Kolumne also darauf hinaus, daß Frauen Opfer sind. Wenn ich Stokowski wäre, würde ich der Redaktion einfach regelmäßig eine Kolumne mit dem Titel „Frauen gleich Opfer“ zuschicken und mir einen ausgeklügelten Text sparen. Das würde sicherlich auch viele Leser erfreuen.

Der minderjährige Sohn der Trumps, der vor längerer Zeit aufgrund von unangepaßtem und trotzigem Verhalten zur Unzeit zum medialen Gespött der ganzen Welt wurde und über den man sich beherzt lustig machte – gerade in den vermeintlich so alternativen, empathischen und toleranten linksliberalen Kreisen -, wird von Stokowski übrigens mit keinem Wort erwähnt.

In etwas drastischeren antifeministischen Foren kursiert übrigens der Begriff der „Bitterfotze“ in bezug auf etwas humorlose, paranoide Feministinnen, die Frauen nur als Opfer ansehen.

Kann man ja ruhig mal sagen.

„Das Berliner Politik-Patriarchat“

 

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Titelte der „Spiegel“ noch vor kurzer Zeit über „Merkels Feminismus“ und ihre spezielle Frauenförderung, so ist nun auf einmal wieder vom Patriarchat die Rede. Offenbar wollen die Autoren des obigen Artikels, daß der Frauenanteil bei 50% liegt. Das wären dann ungefähr 41 Ministerinnen und Staatssekretärinnen in der Bundesregierung.

Nun sind es aber leider nur 24 Exemplare des weiblichen Geschlechts. Folge: „Das Berliner Politik-Patriarchat“. So etwas liest man doch eigentlich nur in der „Emma“, oder?

Wie kann ich das als Leser jetzt in Einklang bringen mit dem Debattenbeitrag der „Spiegel“-Redakteurin Christiane Hoffmann, die ein Berliner Matriarchat heraufbeschwörte? Merkel habe eine spezielle Form der Frauenförderung betrieben, sodaß ihre Nachfolge ganz selbstverständlich auf eine Frau hinauslaufe.
 
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Man denke an Annegret Kramp-Karrenbauer, an Ursula von der Leyen oder an Julia Klöckner. Merkel habe einen Politikstil praktiziert und etabliert, der weiblich-nüchtern sei und Männer quasi als Nachfolger disqualifiziere. Und jetzt? Das Berliner Politik-Patriarchat.

Die 24 Staatssekretärinnen und Ministerinnen bilden immerhin einen Prozentanteil von ca. 30 Prozent in der Regierung. Also genau den Anteil, den Frauen auch als Mitglieder von Parteien stellen. Eine sogenannte „Unterrepräsentanz“ von Frauen ist also nicht feststellbar.

Aber wahrscheinlich bin ich als Pegida-Demonstrant und AfD-Wähler einfach zu dumm, um diese Logik zu verstehen. Ich überlege mir das noch mal mit dem „Lügenpresse“-Krakeelen.

Ein Frauenanteil in der Regierungsmannschaft, der dem Mitgliederanteil von Frauen in Parteien entspricht, ist also ein „Patriarchat“. Wie bezeichnet man dann die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts richtig? Oder die Adenauer-Regierungen? Die begriffliche Präzision läßt offenbar zu wünschen übrig.

Statt „Lügenpresse“ krakeele ich jetzt „Qualitätspresse“.

Mal sehen, wann sich „Spiegel Online“-Autoren um die weibliche Repräsentanz unter Obdachlosen Sorgen machen. 50 Prozent sollten hier mindestens drin sein.

Valerie Höhne – die Generation Smartphone versucht sich in „Qualitätsjournalismus“

Schock, schwere Not. Lesen Sie diese Einleitung eines „Spiegel Online“-Kommentars zum neuen Merkel-Kabinett, und Sie werden ein anderer Mensch sein:

Es hätte nur eine Frau der CSU gebraucht, und dem vierten Kabinett der ersten Kanzlerin der Bundesrepublik würden ebenso viele Frauen wie Männer angehören. Doch ein gleichberechtigtes Kabinett scheitert an dem Patriarchen der CSU: Horst Seehofer.

Halten wir fest:

Valerie Höhne, Jahrgang 1991, kennt den Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichverteilung nicht.

Horst Seehofer ist ein „Patriarch“, weil er die kindlichen Zahlenspiele einer Journalistin ignoriert.

Valerie Höhne, einstmals auch bei der „Taz“ beschäftigt, kennt offenbar nicht den Frauenanteil unter den Mitgliedern der im Bundestag vertretenen Parteien. Der liegt bei 30 Prozent. Ein künstlich erzeugter und mit dem Ideal der „Gleichberechtigung“ verbrämter Frauenanteil von 50% im Bundestag oder unter Ministern ist also zuerst einmal eine pure Frechheit.

Weiblicher Chauvinismus. So viel Frauenmaterial haben die Parteien gar nicht. Sollen Frauen also systematisch bevorzugt werden? Oder sorgt das „Patriarchat“ dafür, daß sich Frauen weniger für Politik interessieren?

Dann fragt man sich, was ein „gleichberechtigtes Kabinett“ sein soll. Was geht da in Valerie Höhne vor?

Ich befürworte mit aller Vehemenz die Gleichberechtigung von Frauen. Nur habe ich als aufgeklärter Mensch auch mal über die Begriffe „Gleichstellung“, „Gleichberechtigung“ und „Gleichverteilung“ nachgedacht.

Kleiner Tip an die Nachwuchsjournalistin: Man kann Begriffe und bis zur Vergasung etablierte Narrative trotz allen Ungemachs auch hinterfragen. Am besten lernt man das in Diktaturen.

Selbst ein Frauenanteil von 30 Prozent im Bundestag oder im Kabinett kann künstlich sein. Da wir nicht wissen, ob Männer und Frauen gleich sind, wissen wir auch nicht, wie hoch deren Anteile in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen unter den Bedingungen idealer Gleichberechtigung sein mögen.

Wir wissen es nicht.

Es könnte z.B. sein, daß Frauen weniger Lust darauf haben, sich zu exponieren und den stressigen Beruf des Berufspolitikers auszuüben. Es könnte also sein, daß die Prozentzahlspiele einiger Politiker und Journalisten lediglich deren Gewissensonanie dienen und ein Ausdruck von minderer Intelligenz und Opportunismus sind.

Viele Menschen im Volke wissen dies bereits. „Politik- und Medienverdrossenheit“ werden also noch eine Weile anhalten, bis der gesunde Menschenverstand „oben“ angekommen ist. Die jetzigen gut 30 Prozent weiblicher Bundestagsabgeordneter würden ohne offizielle und inoffizielle Quoten etc. übrigens noch mal deutlich geringer ausfallen.

Kaum zu glauben, daß der Autor dieser Zeilen die Gleichberechtigung von Frauen befürwortet.

Kopfzerbrechen bereitet zudem, wie die Redaktionen der „Lügenpresse“ die ganze Schwachsinnigkeit des „Gleichstellungs“-Narrativs, dieses ganze lächerliche Brimborium, diese unendliche Verlogenheit um dieses Thema nicht realisieren können und vermeinen, sie seien keine „Lügenpresse“ und würden doch eigentlich ganz ordentliche Arbeit leisten.

Der Kommentar von Valerie Höhne ist deshalb sehr lesenswert, weil er den unheimlichen Autismus der Medienbranche und auch feministisch verstrahlter Frauen gut veranschaulicht. Die wissen gar nicht mehr, wie man selbständig denkt, wie man seinen Verstand gebraucht, wie man kritisch hinterfragt.

Und offenbar auch nicht, wie man Kommentare unter den eigenen Artikeln liest. Das könnte schon sehr heilsam sein. In diesem Falle sind die nämlich selbst für „Spiegel Online“-Verhältnisse besonders deutlich.

Der ganze Artikel von Frau Höhne lebt von der Lüge bzw. der Ideologie, Frauen seien irgendwie unterrepräsentiert und benachteiligt. Es ist zwecklos hier eigentlich zu argumentieren. Denn solch eine „Journalistin“ wird nur mit dem Kopf schütteln und nie einsehen, daß sie sich einem Lügensystem unterworfen hat. Denn alle ihre Kollegen leiden ja am gleichen Autismus.

„Gleichberechtigung“ heißt jedenfalls nicht, daß man irgendwo 50-Prozent-Verhältnisse herstellt und sich in einem schönen Gefühl der Fortschrittlichkeit sonnt.

Valerie Höhne schmerzt ganz offensichtlich die Starrsinnigkeit des Patriarchen Horst Seehofer:

Nun hätte Seehofer ein Stück Frauengeschichte der Bundesrepublik mitschreiben können. Doch offenbar wollte er nicht. Stattdessen holte er mit Andreas Scheuer einen Lautsprecher und mit Gerd Müller einen braven Fachpolitiker ins Kabinett.

Ja, vielleicht sind dem Horst solche Zahlenspiele einfach egal. Das ist Politik, Frau Höhne, und kein feministischer Kindergarten. Schlimm, diese „braven Fachpolitiker“. Wäre es doch eine inkompetente Frau geworden.

Dann hätten wir Geschichte geschrieben! Frauengeschichte!

Endlich „Gleichberechtigung“ für uns geschundene Frauen! Mütterrente, Verschärfung des Sexualstrafrechts, „Gewaltschutzgesetz“ und allerlei anderes Frauengedöns sollten wir uns nicht länger von servilen Männern oktroyieren lassen. Wir Frauen wollen das endlich selbst und gleichberechtigt in die Hand nehmen.

Wenn selbst Journalisten nicht mitkriegen, wie sehr es im Volke bereits brodelt angesichts dieses immer peinlicher werdenden Frauen-Chauvinismus, wie sollen das dann erst Politiker begreifen – und wie lange wird es noch dauern, bis sie den Aufstieg der AfD kapieren, dieser schlimmen „Frauenfeinde“?

Seehofer und seine Männer setzen Frauen nicht an zentrale Schaltstellen der Macht. Für die CSU ist das ein Fehler, der sich später rächen könnte. Dem notorischen „Boys Club“ in Berlin steht eine immer größer und mächtiger werdende Riege an Frauen in der Politik gegenüber. Für Jungpolitiker, die im Männerverein der CSU sozialisiert werden, könnte es schwierig werden, mit den Unionsfrauen der Zukunft zusammenzuarbeiten oder gar gegen sie anzukommen.

Dieser Absatz der Kolumne soll wohl noch mal Frauenlogik im besonderen veranschaulichen. Was reimt sich diese Journalistin alles zusammen, um vermeintlich zu beweisen, daß dem Horst ihm seine reaktionäre Besetzungspolitik total schlimm für die Union sei und ein Stück „Frauengeschichte“ einfach nicht stattfinden lasse?

Was muß im Kopf einer Frau vorsichgehen, daß sie von ihrem eigenen Geschlecht derartig begeistert und ergriffen ist?

So endet der Kommentar:

Doch etwas hat Seehofer unterschätzt: In Berlin genießen die Minister aufgrund ihres Amtes eine höhere Aufmerksamkeit als zum Beispiel Staatssekretäre. Eine Frau aus Bayern hätte den Themen der CSU mehr Öffentlichkeit gebracht, allein, weil sie die einzige Bundesministerin der Christsozialen gewesen wäre. So wird die CSU wieder einmal hauptsächlich Aufmerksamkeit für möglichst protzig formulierte, querulatorische Rummosereien bekommen. Schade eigentlich.

Ist mir zumindest sympathischer als eine Frauenministerin und ein Justizminister von der SPD, die sich während eines laufenden Gerichtsprozesses mit einer offensichtlichen Falschbeschuldigerin solidarisieren und eine bisher nie gekannte feministische Verblödung zeigen – geschlechtsunabhängig.

Angesichts der Kritik an solchen journalistischen Fehlleistungen wie von Valerie Höhne entgegnen Journalisten wie z.B. Der „Spiegel“-Redakteur Markus Feldenkirchen häufig süffisant: Ihr müßt halt damit klarkommen, daß andere Menschen andere Meinungen haben. Das ist noch lange keine „Lügenpresse“.

Herr Feldenkirchen weiß offenbar nichts von der Pervertierung seines Betriebes durch die immergleichen Narrative linker Gesinnungsethik. Es gehört schon ein gehöriges Maß an Verblendung dazu, dieses Lügensystem nicht zu realisieren.

Darüberhinaus ist es eben eine Lüge zu behaupten, wir hätten ein „gleichberechtigtes Kabinett“ bei 50 Prozent Frauenanteil.

Das ist keine Meinung.