Ein bißchen Lügenpresse bei „Taz“ und „Huffington Post“

Vor ein paar Wochen klaute ich mir mal wieder eine Ausgabe der „Taz“ in meiner Bezirksbibliothek. Ich klaue allerdings nur mit sozialer Sensibilität und gutem Gewissen. Zum einen, weil ich solch einem Blatt wie der „Taz“ nicht auch noch Geld hinterherwerfen will, und zum anderen, weil ich mir immer nur die allerletzte Ausgabe im Stapel stibitze.

Es handelt sich also immer um eine bereits veraltete Ausgabe, die am nächsten Tag sowieso im Müll landen würde. Ökologisch korrekt ist mein Diebstahl also außerdem noch. Fast könnte ich mich jetzt als ruhmreichen Gutmenschen feiern, wenn da nicht gleich ein zynischer Verriß eines Artikels aus ebenjener „Taz“ käme, die ich entwendet hatte.

Micha Brumlik ist ein hinterhältiger und verschlagener Kolumnist bei der „Taz“ und schrieb in der Ausgabe vom 12. Juni einen rührseligen, gedankenschweren und sowieso total besorgten Artikel über Deutschland und seine Vergangenheitsbewältigung. Anlaß war die Bekanntgabe der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an die Vergangenheitsbewältiger Jan und Aleida Assmann.

Micha Brumliks Text fängt so an:

Vergabe des Friedenspreises

Ein unübersehbares Zeichen

Der Deutsche Buchhandel ehrt das Ehepaar Aleida und Jan Assmann für sein Lebenswerk. Diese Entscheidung ist ein Statement gegen das Vergessen.

Das falsche Pathos in der Überschrift zeigt schon an, worauf der „Taz“-Artikel hinausläuft und daß Brumlik zu den vielen AfD-Hypochondern in der Qualitätspresse zählt. So nach dem Motto: Jetzt noch mal diese Sache mit den Nazis, den Juden und den Gaskammern instrumentalisieren, damit auch jeder versteht, daß die AfD-Leute ja auch irgendwie „Nazis“ sind und ganz schlimme Schurken.

Der Text endet mit diesem Absatz:

In einer Zeit, in der eine rechtsextreme Partei, die AfD, dazu auffordert, auf die Verdienste von Angehörigen einer der größten Mordmaschinen der Geschichte, der Wehrmacht, stolz zu sein, und in der ihr Vorsitzender das bisher größte Menschheitsverbrechen, die nationalsozialistischen Morde zum „Vogelschiss“ erklärt, setzt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit dieser Preisverleihung ein unübersehbares Zeichen für eine Kultur der Trauer, der Erinnerung und somit der künftigen politischen Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland.

Natürlich ist die AfD keine rechtsextreme Partei. Und natürlich fordert sie nicht dazu auf, stolz zu sein auf die Leistungen von Wehrmacht und Reichswehr. Noch nicht einmal Alexander Gauland fordert dies. Die Sache sah vielmehr so aus:

Wenn Franzosen und Briten stolz auf ihren Kaiser oder den Kriegspremier Winston Churchill seien, „haben wir das Recht, stolz zu sein auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“, sagte der 76-Jährige.

Alexander Gauland fordert also niemanden auf, stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten zu sein, sondern bestand lediglich auf dem Recht dazu. Ich schreibe dies hier vorsichtshalber noch einmal explizit für die Legastheniker der Qualitätsmedien. Man weiß ja nie.

Warum lügt Micha Brumlik hier also derartig dreist?

Kleiner Tip an die Presse: Der Leser hat ein feines Gespür für den Belastungseifer, mit dem über die AfD geschrieben wird. Und er kann diese Paranoia tagtäglich nahezu überall studieren.

Micha Brumlik schreibt in der obigen Passage pathetisch:

…und in der ihr Vorsitzender das bisher größte Menschheitsverbrechen, die nationalsozialistischen Morde zum „Vogelschiss“ erklärt…

Das größte Menschheitsverbrechen, das je von Deutschen verübt wurde, ist bekanntlich „Modern Talking“. Die deutsche Geschichte endet nicht im Jahre 1945, Herr Brumlik. Des weiteren meine ich, daß im Auftrage Stalins oder Maos wesentlich mehr Menschen den Tod fanden als im Holocaust.

Aber wir wollen hier nicht kleinlich sein. Interessant ist, daß Micha Brumlik auch in dieser Passage ordentlich herumkleistert und verfälscht, denn Alexander Gauland sprach auf dem Parteitag der Jungen Alternative davon, daß nicht der Holocaust, sondern Hitler und die Nazis ein Vogelschiß seien gemessen an den gut 1000 Jahren „erfolgreicher deutscher Geschichte“. Später relativierte und garnierte Gauland seine Äußerungen noch, um dem von Qualitätsjournalisten insinuierten Eindruck entgegenzuwirken, er wolle die Nazizeit oder den Holocaust verharmlosen.

Auch hier verdreht und dichtet Brumlik also im Sinne seiner Ideologie. Immer schön das brutalstmögliche Bild von der AfD zeichnen. Es ist eben ein deutlicher Unterschied, ob man den Holocaust als Vogelschiß bezeichnet oder Hitler und die Nazis.

Brumlik selbst ist Jude, von 2000 bis 2005 leitete er das Fritz-Bauer-Institut, ein „Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust“. Heute arbeitet er am Zentrum Jüdische Studien. Diesen biografischen Hintergrund sollte man kennen, um Brumliks Nazi- und AfD-Hypochondrie zu verstehen.

Die AfD soll eine rechtsextreme Partei sein? Hält eine „rechtsextreme“ Partei Schweigeminuten für eine ermordete Jüdin ab? Wollen Mitglieder einer „rechtsextremen“ Partei in Buchenwald des Holocaust gedenken?

Noch ein Tip an die Presse: Auch von sprachlichen Inquisitionsritualen wie „rechtspopulistisch“, „fremdenfeindlich“, „sexistisch“ oder eben „rechtsextrem“ etc. läßt sich der Bürger heutzutage nicht mehr sonderlich beeindrucken. Dazu werden diese Vokabeln viel zu oft, ostentativ und reflexhaft verwendet.

Ich will Herrn Brumlik ja nicht schockieren, aber in der „Vogelschiß“-Sache hat der liebe Herr Gauland tatsächlich recht. Hierfür habe ich mir den Begriff der „zeithistorischen Egozentrik“ ausgedacht. Diesen faschismusfixierten 68er-Narzißmus findet man bei vielen Linken. Sie dröhnen geradezu von der ewigen Schuld, dem ewigen Kern der deutschen Identität und spielen das, was ein Historiker mal als „negativen Nationalismus“ bezeichnete und ich „Schuldgrandiosität“ nenne. Also einen Größenwahn der Schuld.

Fast könnte man meinen, eine neue Religion sei nach 1945 in Deutschland entstanden. Was dem braven Katholiken der Teufel und die Hölle sind, das sind dem Alt-68er und heutigen Linken Adolf Hitler und der Faschismus.

Diese metaphysische Überhöhung und Perpetuierung der Nazizeit könnte man auch als zeithistorische Egozentrik bezeichnen. In diesem falschen Bewußtsein fehlt einem der Sinn für die Vogelschißhaftigkeit der Nazizeit.

Spätestens in 100 Jahren ist die Nazi-Zeit tatsächlich so etwas wie ein Vogelschiß auf der deutschen Geschichte. Für diese Einsicht müßte man sich allerdings geistig mal etwas locker machen und die eigene Besessenheit kritisch reflektieren. Eine Psychotherapie speziell für Alt-68er wäre auch nicht schlecht. Motto: „Abschied von der Wichtigtuerei. Wie schaffe ich es, die Nazizeit nicht mehr für mein Ego zu instrumentalisieren und zum Alpha und Omega der Weltgeschichte zu stilisieren?“

 

Bei der Recherche zu diesem Blog-Eintrag bin ich übrigens auch auf einen Artikel zum gleichen Thema in der „Huffington Post“ gestoßen, der wirkt, als wäre er von einem „Bravo“-Redakteur verfaßt worden. Dort heißt es:

AfD-Politiker Gauland: Deutsche sollen stolz auf „Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ sein

Alexander Gauland hat bei einer Rede zum Stolz auf die „Leistung deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ aufgerufen

Später im Text bringt die Huffington Post dann noch mal das Original-Zitat von Gauland. Jeder Leser kann also unmittelbar nachvollziehen, daß hier manipuliert wird. Bei den Redakteuren der Lügenpresse scheint die Devise zu gelten: Dient es nur dem Guten und dem Kampf gegen rechts, darf man auch gerne etwas ungenau sein.

Das ist dann aber kein „Qualitätsjournalismus“ mehr, liebe Pressevertreter.

Kaum irgendwo zeigt sich das pathologische Schuldbedürfnis vieler wohlmeinender Journalisten deutlicher als in den Simplifizeriungen und „Nazifizierungen“ von Äußerungen Rechter. Man denke nur an die lächerliche Empörung um das „Denkmal der Schande“ von Björn Höcke.

Soll man das Holocaustmahnmal etwa als Denkmal der Freude oder des Stolzes bezeichnen? An solchen Momenten erlebt man ungefiltert, in was für einem Irrenhaus wir mittlerweile leben. Auch „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein sprach bekanntlich von einem „Denkmal der Schande“. Und den Empörten fällt vermutlich bis heute nicht auf, was sie da verzapfen. Empörung ist heutzutage schließlich fast alles. Wenn es die AfD nicht gäbe, man müßte sie erfinden.

Unfreiwillig komisch ist dieses Statement in der „Zeit“:

In diesem Jahr machte auch Gaulands Parteikollege Björn Höcke Schlagzeilen, als er im Januar bei einer Rede in Dresden sagte, das Holocaust-Mahnmal in Berlin sei „ein Denkmal der Schande“.

Au weia! Auch in der „Huffington Post“ wird der Fall Höcke noch mal erwähnt:

Was Björn Höcke tatsächlich getan hat: Er hat das Holocaust-Denkmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnet. Gauland hatte ihn für diese Aussage verteidigt und Höcke sogar als „Seele der AfD“ bezeichnet.

Nun gut. Die „Huffington Post“ soll doch mal erklären, wie man das Holocaustmahnmal sonst nennen sollte, wenn „Denkmal der Schande“ so anstößig ist. Wäre interessant, was da für Vorschläge kommen. Wie gesagt, der Artikel wirkt wie aus einer „Bravo“-Ausgabe für den Nachwuchs bei der Antifa oder der Linksjugend.

Noch ein kleines Schmankerl in diesem Stil:

Beim Kyffhäuser-Treffen sagte Gauland nun über die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten: „Ja, wir haben uns mit den Verbrechen dieser zwölf Jahre auseinandergesetzt.“ Kein Volk habe so gründlich mit seiner „falschen Vergangenheit“ aufgeräumt, wie das deutsche Volk.

Nicht „grausame Vergangenheit“, nicht „abscheuliche Vergangenheit“, nicht einmal „traurige Vergangenheit“ – sondern „falsche Vergangenheit“. Als wolle Gauland sagen: Die Geschichte des Nationalsozialismus sei erfunden.

Mal abgesehen von den vielfältigen Bedeutungsnuancen des Wortes „falsch“ – wurde nicht kurz zuvor Gauland mit den Worten zitiert, man habe sich „mit den Verbrechen dieser zwölf Jahre auseinandergesetzt“?

Nur mit Nazi-Paranoia, Schuldgrößenwahn und Gutmenschentum lassen sich dieser legasthenische Belastungseifer und diese forcierte Begriffsstutzigkeit erklären. Niemand muß die Auffassungen Gaulands oder Höckes teilen. Die Frage bleibt aber, warum man es eigentlich nötig hat, die AfD derartig zu dämonisieren.

Aus meiner Sicht, weil die AfD – wenn auch nach rechts übersteuert – verleugnete Wahrheiten auf die politische Tagesordnung bringt, die den Anhängern des deutschen Schuldkultes zutiefst Angst machen.

Wer nun einwenden sollte, daß „Huffington Post“ und „Taz“ nicht gerade die Speerspitze des deutschen Qualitätsjournalismus seien, dem sei gesagt, daß man ähnliche Verfälschungen auch anderswo wiederfindet.

 

 

PS: Der Autor dieser Zeilen ist übrigens Pazifist und daher weder auf die „Leistungen“ der Wehrmacht noch der Reichswehr stolz.

Auf die Leistungen der Qualitätsmedien kann man aber noch viel weniger stolz sein.

Journalisten auf Twitter – Gereon Asmuth

Beim Betrachten einiger Äußerungen von Journalisten auf Twitter bin ich auf die Idee gekommen, eine neue Kurzrubrik einzuführen. Man kann ja durchaus auch mal hier dokumentieren, was Journalisten der etablierten Medien so alles für Gedankengut von sich geben, wenn keine Chefredaktion über sie wacht.

Gereon Asmuth arbeitet bei der „Taz“ und mokierte sich kürzlich folgendermaßen:

Tja, woran mag das wohl liegen, daß Berlin die höchste Polizeidichte der Republik hat? Ich bin kein Experte, aber dieser Tweet zeigt – wie viele Äußerungen von linken, angepaßten Journalisten – , daß sie gar kein Interesse daran haben, ihre Ansichten zu falsifizieren und aus ihrem geistigen Gutmenschen-Getto auszubrechen.

Berlin ist bekanntlich Hauptstadt, da kommt es schon mal zu erhöhten Sicherheitsbedürfnissen. Berlin ist auch Hauptstadt des Verbrechens. Die Drogenkriminalität feiert hier nicht zuletzt dank eingeladener Fachkräfte aus Nordafrika fröhliche Urständ. Und Berlin ist auch Hauptstadt der Demonstrationen und Massenveranstaltungen.

Alles gute Gründe, warum die Polizeidichte hier so hoch ist. Berlin hat auch einen sehr hohen Ausländeranteil und ist logischerweise eher das Ziel terroristischer Selbstverwirklichung als andere Städte. Vielleicht gibt es ja objektive Daten wie z.B. die Aufklärungsquote von Diebstählen oder die Einsatzschnelligkeit der Polizei. Alles Dinge, die dem Nicht-„Taz“-Redakteur schnell einfallen.

Mir fällt auch ein, daß es in Berlin regelmäßig Tumulte von grundsätzlich friedliebenden Muslimen gibt, die bei Polizei- oder Feuerwehreinsätzen gerne mal den ganzen Familienclan herbeirufen. Die Polizei muß dann schon mal um Verstärkung bitten. Und schlußendlich wären da ja noch die Linksextremisten der Antifa, die Angst und Schrecken gegen Andersdenkende verbreiten und am 1. Mai ihre eigene Infantilität feiern.

Man muß wohl bei der Berliner Tageszeitung arbeiten, um sich derartig als guter Mensch fühlen zu können wie Gereon Asmuth. Solche Journalisten arbeiten bei der Lügenpresse, deren Intelligenz jeder Nichtakademiker zu toppen in der Lage ist. Nichtakademiker sind allerdings auch im Vorteil, weil sie an Universitäten nichts über Diversity, die Schuld des weißen heterosexuellen Mannes, Islamophobie, den Gender Pay Gap und den Segen der kulturellen Bereicherung lernen.

Sie machen ihre eigenen Erfahrungen abseits des akademischen Diskurses und der virtuellen Realität der Wohlgesinnten.

Warum ist Erika Steinbachs Tweet eigentlich „rassistisch“?

Vor mittlerweile gut anderthalb Monaten ging dieser Tweet von Erika Steinbach um die Welt. Wir sehen eine lustige Szene. Dunkelhäutige Kinder, vielleicht aus Indien, bestaunen ein kleines hellhäutiges Kind mit blonden Haaren. Die Szene kann wohl nur deshalb so stattfinden, weil die dunkelhäutigen Kinder in ärmlichen Verhältnissen in einem Entwicklungsland leben und daher bisher kein solch „arisches“ Kind zu Gesicht bekommen haben.

Auffällig an dem Bild ist auch, daß das kleine blonde Kind wohl weit überwiegend von Mädchen bestaunt wird, welche bekanntlich anders auf Kinder blicken als Jungen – jedenfalls bis zum endgültigen Durchbruch der Gender-Theorie.

Was an diesem Bild ist nun „rassistisch“? Das erfahren wir z.B. durch die Tagesschau

Nach rassistischem Tweet – Grüne fordern Konsequenzen für Steinbach

Manchmal reicht ein Tweet, um bundesweit für Empörung zu sorgen – die CDU-Bundestagsabgeordnete Steinbach hat darin Übung. Mit einem rassistischen Posting sorgt sie nun parteiübergreifend für Entsetzen. Vor allem die Grünen fordern Konsequenzen.

In dieser Sequenz erfahren wir also gleich zweimal, daß Steinbachs Tweet rassistisch sei. Und da die Tagesschau nicht zur Lügenpresse gehört, glauben wir ihr das natürlich. Wir wollen ja auch nicht, daß unser Gebührengeld sinnlos verpufft. Im nächsten Absatz der Tagesschau-Meldung erfahren wir dann gleich noch mal, daß es sich um einen „rassistischen“ Tweet handele.

Dann kommt Volker Beck zu Wort, als er noch nicht mit seiner kleinen Nichte Christel Meß bei pädophilem Sex erwischt worden war. Folglich ist er noch die Inbrunst der herrenmenschlichen Moralität:

Der Grünen-Politiker Volker Beck forderte Konsequenzen. „Wenn Steinbach keine Einsicht zeigt, muss die CDU ihr eine rote Linie aufzeigen“, erklärte er. Ein Parteiordnungsverfahren sei das Mindeste. „Geschmackloser geht’s nicht“, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt der Nachrichtenagentur AFP. „Mit ihren hetzerischen, offen rassistischen Äußerungen katapultiert Erika Steinbach sich auf die Seite von AfD, Pegida und Co.“

Jetzt muß uns Göring-Eckardt nur noch erklären, was an Pegida und AfD eigentlich genau „rassistisch“ ist. Ich säße ihr nur zu gerne einmal in einer Talkshow gegenüber. Und Herr Beck fordert ein Parteiordnungsverfahren für Frau Steinbach. Putzig.

Unsere Berufspolitiker sind ganz außer sich vor Empörung. In dieser Situation ist es immer wieder schade, daß das Personal unserer Medien nicht dazu fähig ist, einfach mal die im Brustton der Gewissensonanie herausposaunten Anschuldigungen zu hinterfragen und die fauchenden Gutmenschen erbarmungslos auf die Argumentationsebene zu ziehen. Dies können unsere Medien nicht, denn dann gehören sie ja selbst nicht mehr zu den Guten.

Interessant ist auch noch folgende Passage:

Auch Grünen-Chefin Simone Peter nannte das von Steinbach veröffentlichte Bild „widerlich, rassistisch, hetzerisch“. Es gebe keinen Unterschied mehr zu rechten Parteien, schrieb sie auf Twitter. Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, nannte Steinbach eine „widerliche Hetzerin“.

Wer hetzt hier eigentlich? Aber lassen wir das.

Dank der Tagesschau wissen wir also nun bescheid über die Wirklichkeit. Aber auch noch andere Medien sagen dem Bürger die Wahrheit über die Realität. Die FAZ ist zwar nicht ganz so emphatisch, schreibt in der Überschrift aber immerhin:

Rassistischer Steinbach-Tweet

Auch die FAZ weiß also, daß der Tweet „rassistisch“ ist. Von der Berliner TAZ hingegen erwarten wir gar nichts anderes, als daß sie uns darüber aufklärt, daß Erika Steinbach eine Rassistin sei. In einem Text namens „Arier wie wir“ schreibt sie:

Man hofft, dass es nur ein narzisstischer Impuls ist, der Steinbach antreibt, auf niedrigste Instinkte spekulierend allerlei unsinnigen, rassistischen und unmenschlichen Quark abzusondern. Mit Blick auf ihre politische Biografie muss man jedoch davon ausgehen, dass es ihr ernst ist, wenn sie ein Bild twittert, auf dem ein weiß-blondes Kind umringt von eher dunkelhäutigen, anscheinend neugierigen AltersgenossInnen zu sehen ist. Daneben steht: „Deutschland 2030 – Woher kommst du denn?“ (Einen Link sparen wir uns.)

Wenn die Attribute „hetzerisch“ und „widerlich“ überhaupt auf etwas zutreffen, dann auf diesen TAZ-Artikel. Auch hier wird natürlich nicht ausgeführt, warum jetzt nun der Steinbach-Tweet konterrevolutionär sei.

Dies waren also nun drei Organe der „Lügenpresse“, die uns beharrlich mitteilen, daß sie gar keine Lügenpresse seien und die entsprechenden Vorwürfe ganz ungerecht fänden. Ich persönlich finde den Steinbach-Tweet sehr komisch und geradezu verdienstvoll, ähnlich wie ihren sarkastischen Kommentar anläßlich des Todes von Altkanzler Helmut Schmidt. In was für einer Teletubbie-Republik leben wir eigentlich, daß man sich nicht mehr derartig humorvoll und pointiert äußern kann, ohne gleich von wutschnaubenden Gutmenschen öffentlich gemartert zu werden?

Bleibt nun noch abschließend die Frage zu klären, ob der Steinbach-Tweet nun wirklich „rassistisch“ ist oder ob wir doch der „Lügenpresse“ vertrauen dürfen. Das Bild im Tweet zeigt humorvoll die Folgen der Multikulti-Ideologie und Refugees-Welcome-Psychose. Und natürlich ist diese Szene eine Parodie, eine Überspitzung. Das weiß auch Frau Steinbach. Es zeigt mit drastischen Mitteln die Folgen einer verantwortungslosen Politik, die meint, daß sich doch alles mit gutem Willen irgendwie „integrieren“ lasse – und daß wir Menschen doch alle letztlich gleich seien.

„Letztlich“ sind wir auch alle gleich. Warum aber meinen manche Parteien, Naturschutzgebiete oder gar einen Nationalpark errichten zu müssen, auf den Schutz der lokalen menschlichen Population und ihrer Kultur aber pfeifen zu können – ja gar ihre Unkenntlichmachung als erstrebenswert anzusehen?

Werden die indischen Mädchen in diesem Bild abgewertet? Wird das kleine „arische“ blonde Kind aufgewertet? Dann könnte man von „Rasssismus“ sprechen. Nichts dergleichen geschieht.

Hier kommen wir nun zu einem entscheidenden Punkt, zur Offenbarung der Psychologie des gemeinen Gutmenschen. Ja, das Bild ist rassistisch! Aber nur in den Augen rassistischer Gutmenschen. Ähnlich wie bei der allgemeinen Antisemitismus-Paranoia (Stichwort Beschneidungsdebatte) finden wir auch beim Thema Rassismus das Phänomen, daß Gutmenschen geradezu besessen von ihren Diskriminierungsfetischen sind. Wenn sie nun ein Bild wie das obige sehen, läuft die Rassismus-Matrix Amok.

Wie wenig Humor doch vor allem die Politiker linker Parteien haben und wie paranoid diese sind, sieht man schön an den plumpen Reaktionen auf dieses lustige Kinder-Bild.

Im übrigen ist die Situation auf dem Bild tatsächlich angsterregend, vor allem wenn man sich vorstellt, wir hätten es mit Muslimen zu tun. Ja, man darf als unbedarfter, einfacher Bürger Angst haben vor solch einer Situation, selbst wenn sie auf dem Bild überzeichnet ist. Man kann es in toto ablehnen, daß die Anzahl der Muslime in unserem Lande zunimmt und trotzdem respektvoll mit jedem einzelnen Muslim umgehen.

Man kann es als Bürger auch durchaus für erstrebenswert halten, daß unser Land ein überwiegend „weißes“ bleibt, und trotzdem dunkelhäutigen Menschen gegenüber respektvoll auftreten. An diesem Punkt fallen mir die Grünen ein, die ja nicht müde werden, Bürgerinitiativen gegen Groß- und Infrastrukturprojekte zu unterstützen. Ja, da gibt es Bürger, die Angst vor Entfremdung haben, die sich um ihren vertrauten Kiez sorgen, ihre Heimat, wie sie sie liebgewonnen haben.

Liebe Grünen, so geht es uns „Rassisten“ auch.

Die „Taz“ dreht völlig durch

Wenn ich als besorgter und rechtschaffener Bürger AfD wähle oder Pegida-Demos besuche, dann tue ich das also in Nachfolge des industriellen Massenmords an den Juden.

Und wenn ich Fahrrad fahre, Cornflakes esse oder Grün wähle? Tue ich das dann auch „in der Nachfolge des industriellen Massenmords an den Juden“?

Zu diesem schwachsinnigen „Taz“-Kommentar fällt einem wirklich nichts mehr ein. Im übrigen brennen die wenigsten Asylunterkünfte, während sie schon bewohnt werden. Da scheint bei den heutigen Brandstiftern doch eine wesentlich ausgereiftere Ethik vorhanden zu sein als bei den Nazis im Dritten Reich.

„Dunkeldeutschland“ ist in diesen Zeiten in einem Zustand, der einem Autor solcher provokanten Zeilen sofort abverlangt, sich brutalstmöglich von rechtsradikalem Gedankengut zu distanzieren. Humor und Sarkasmus sind nicht die Paradedisziplinen linker Gutmenschen.

Die Taz-Lusche, die den oben abgebildeten Text verfaßt hat, heißt übrigens Ambros Waibel und hat vermutlich noch nie den Gedanken gehegt, daß man es auch Haßkommentare nennen könnte, wenn man AfD-Politiker als Irre, Dumpfbacken oder Schande für Deutschland bezeichnet, wie dies ranghohe Politiker bereits getan haben.

Natürlich lehne auch ich es ab, Flüchtlingsunterkünfte zu beschmieren oder anzuzünden. Was aber hat AfD-Wählen oder Pegida-Demonstrieren mit dem Holocaust zu tun? Die Antwort bleibt Ambros Waibel natürlich schuldig. Er zeigt aber schön das, was ich als Holocaustmasochismus bezeichne. Also das zwanghafte Kontextuieren der Gegenwart mit den Verbrechen der Nazi-Zeit.

Dieses Blog heißt „Lügenpresse“. Es bleibt uns leider nichts anderes übrig, als die immer absurderen Fehlleistungen der sogenannten Qualitätspresse hier zu dokumentieren. Möge dies dazu führen, daß diese Zeitungen sämtlich eingehen und ein immer größeres Bewußtsein für die Verlogenheit und Dummheit des Durschschnittsjournalisten entsteht.

Mehr kann man leider nicht tun, als die ausgemachte Idiotie heutiger Journalisten zu archivieren. Jetzt muß der Leser ganz tapfer sein, denn gleich kann er ein schönes Beispiel für die Paranoia von Linken studieren. Es geht um die Zahl von Brandanschlägen auf Asylantenheime 2016:

Spiegeln die Zahlen der Amadeu-Antonio-Stiftung also einen, wie Jürgen Roth es formuliert, „genetischen Fingerabdruck“ wider: eine Kontinuität nationalsozialistischer Ideologie und krimineller Energie, die sich durch die Geschichte der Bundesrepublik (und auf andere Art auch der DDR) verfolgen lässt?
Und zweite Frage: Sind die Anschläge von Nazikadern geplant oder entstehen sie spontan aus der daueralkoholisierten Öde des Landlebens?
Man wird jedenfalls sagen müssen, dass die von der Polizei kaum einmal dingfest zu machenden TäterInnen einen höchst wirkungsvollen Guerillakrieg entfesselt haben – gerade im Vergleich zu den schon sprichwörtlich unsichtbaren Aufständen der Linken.

Ja, die Linksextremen. Völlig unsichtbar. Oder meint Herr Ambros normale Linke, die gewaltfrei protestieren sollten? Ich wünsche jedenfalls solch einem Schundblatt wie der „Taz“ den baldigen Untergang. Da war das „Neue Deutschland“ in der DDR ja objektiver und ausgewogener.

Noch ein bißchen Paranoia gefällig? Bitteschön:

Sehen sich inzwischen doch nicht nur die Volksparteien, sondern auch Teile (Boris Palmer, Sahra Wagenknecht) des linksliberalen Spektrums veranlasst, die Forderungen der verbrecherischen Brandstifter und ihrer legalen Alternative für Deutschland auf- und entsprechend „hart durchzugreifen“, wie es Freiburgs Bürgermeister Dieter Salomon für die jederzeit zu identifizierenden kriminellen Migranten verlangt.

Was würden wohl Boris Palmer und Sahra Wagenknecht zu diesen Zeilen sagen? Dieser Schwachsinn ist derartig exorbitant, daß ich hier genauere Argumentationen unterlasse. Das mag hochnäsig sein oder totalitär anmuten. Man erklärt aber auch keinem Orang Utan die Relativitätstheorie.

Halten wir fest, daß Ambros Waibel eine geistige Verbindung zwischen AfD und rechtsextremen Brandstiftern sieht. Er könnte mal die Programme von AfD und Pegida studieren – welche aber dummerweise nicht dem Schema linker Paranoia entsprechen. Ich bin mir zudem sicher, daß die Brandanschläge auf Asylbewerberheime schlagartig abnehmen würden, wenn dem Volk von der Bundesregierung ein glaubwürdiger Ausweg aus dem Asylwahnsinn gezeigt würde, eine Perspektive, kein dumpfes „Wir schaffen das“.

Und schlußendlich noch mal das eingangs gezeigte Zitat im Kontext:

Gefragt, ob er die Sache mit dem Rechtsextremismus nicht zu deutschzentriert sehe, sagte Roth dann noch etwas so Naheliegendes wie Verdrängtes: Deutschland ist das Land des Holocaust.
Wer hierzulande für Pegida auf die Straße geht, wer AfD wählt, wer Hasskommentare in sozialen Medien schreibt, wer Unterkünfte für vertriebene Menschen anzündet, der tut das in der Nachfolge des industriellen Massenmords an den Juden. Das muss man wissen.
Heute vor 71 Jahren wurden die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz von der Roten Armee befreit.

Jetzt erinnere ich mich auch wieder daran, daß in Deutschland der Holocaust passierte. Hätte ich fast vergessen.

Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit, AfD-Wählen und mit Pegida Demonstrieren sind in Deutschland also besonders schlimm, weil hier der Holocaust stattfand. Da werden sich unsere Nachbarn freuen über diesen unverhofften moralischen Bonus.

Mich dünkt, daß solche neurotischen Nazi-Hypochonder wie der Taz-Autor einen wesentlichen Anteil daran tragen, daß Deutschland solch eine völlig irrationale „Flüchtlings“-Politik betreibt. Man braucht nicht viel Grips, um die tiefenpsychologische Dynamik der Politik Angela Merkels zu verstehen, die die Sicherheit Isreals zur Staatsräson erklärte und die Kinderrechte auf dem Altar der jüdischen (und muslimischen) Genitalverstümmelung opferte.

Vielleicht wäre es ja doch nicht die schlechteste Variante, wenn wir Deutschen den Holocaust einfach vergessen würden. Dann wären wir womöglich dazu fähig, eine wesentlich konstruktivere und realistischere „Flüchtlings“-Politik zu betreiben, die anerkennt, daß viele Flüchtlinge keineswegs ohne Alternative sind, vor allem aufgrund völlig unrealistischer Vorstellungen nach Deutschland kommen und daß gerade das infantile „Refugees-Welcome“-Geplärre einen nicht unerheblichen Anteil an den Schleuser-Profiten und Toten im Mittelmeer hat.

Mögen die Genossen und Käufer der Taz zur Besinnung kommen, damit dieses peinliche Blatt endlich verrecken möge.