Bob Dylan, der Nobelpreis und die Lügenpresse

Gestern ging die Meldung über den Äther, daß Bob Dylan den Literaturnobelpreis verliehen bekommt. Ich las dann auf „Spiegel Online“ den Artikel über die angeblich zehn besten Dylan-Lieder. Diese lauten übrigens wie folgt:

1. Blowin‘ In the Wind
2. Don’t Think Twice, It’s All Right
3. The Times They Are A-Changin‘
4. Mr. Tambourine Man
5. Subterranean Homesick Blues
6. Like A Rolling Stone
7. Visions Of Johanna
8. Most Of The Time
9. Knocking On Heaven’s Door
10. Thunder On The Mountain

Ich dachte mir nun, daß ich auch mal meinen Senf dazu schreiben könnte. Ich war nicht im Kampf-Modus und darauf aus, einen besonders kritischen Kommentar zu schreiben. Es gab ja auch nicht wirklich etwas zu kritisieren, da kein Bereich der politischen Korrektheit berührt war. Ich war lediglich sichtlich stolz darauf, daß ich als Kind der 80er Jahre immerhin sieben der zehn Dylan-Songs kannte. Ich schrieb also einen humorvoll und ironisch angehauchten Kommentar und bildete mir ein, daß man doch bei solch einem leichten und unernsten Thema ein bißchen Milde in der Zensurbehörde bei „Spiegel Online“ walten lassen könnte. Hier mein Kommentar:

 

bob-dylan-nobelpreis-spiegel-online

 

Bob Dylans Musik gehört ja zum Folk-Genre. Und den kleinen Scherz mit der Lügenpresse könnte man doch mal durchgehen lassen. Ist man bei „Spiegel Online“ nicht fähig zu Selbstironie?

Es gibt schlimmere Fälle von Zensur. Dieser Screenshot kann aber vielleicht veranschaulichen, wie verklemmt und spießig man doch bei „Spiegel Online“ sein muß, wie wenig Größe man dort hat. Zu meiner nicht unerheblichen Überraschung wurde mein launiger Kommentar aussortiert.

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